musirony - Die Danaiden
 

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Schöne Oper - gern gehört

 
Nemesis

Antonio Salieri [1750-1825]

Die Danaiden

Les Danaïdes


 

Lyrische Tragödie in fünf Akten

französisch gesungen

Dauer der Handlung: fast zwei Stungen

Libretto von François Bailli du Rouillet und Louis Théodore, Baron de Tchudi,
nach der Vorlage vonRaineri de Calzabigi

Uraufführung am 26. April 1784 in Paris

 

Charaktere:

Hypermnestre, Alteste Tochter des Danaüs
Danaüs, König von Argos, Bruder des Égyptus
Lyncée, Ältester Sohn des Égyptus
Plancippe, Tochter des Danaüs
Pélagus,
Hauptmann der Wache
Drei Offiziere
Töchter des Danaüs
Söhne des Égyptus
Volk und Dämonen


Das Geschehen spielt im antiken Griechenland






HANDLUNG

Erster Akt:

Die fünfzig Söhne des Égyptus steigen aus den Schiffen, welche am Strand vor Anker liegen. Sie sollen mit den fünfzig Töchtern des Danaüs vermählt werden und damit die langjährige Feindschaft der beiden Brüder Égyptus und Danaüs beenden. Letzterer und dessen Neffe Lyncée schwören einander einen heiligen Bund auf den Frieden; Hypermnestre und Lyncée versichern sich ewige Liebe und das Volk bejubelt den Frieden und die bevorstehende Massenhochzeit.

Zweiter Akt:

Danaüs führt seine Töchter in einen geheimen Nemesis-Tempel unterhalb des Palastes. Den Töchtern graust es beim Anblick des Ortes und Danaüs führt aus: Er traut seinem Bruder nicht, nachdem dieser ihn vor Jahren vom Thron stieß. Er vermute einen üblen Mordkomplott gegen ihn und seine Töchter. Man muss ihm zuvorkommen! Danaüs übergibt seinen Töchtern Schlachtmesser, mit denen sie ihren zukünftigen Gatten zuvorkommen und  in der Hochzeitsnacht ermorden sollen. Alle Töchter willigen ein und schwören bei Nemesis Rache – bis auf Hypermnestre. Diese offenbart ihrem Vater den Unwillen, ihren Geliebten hinterlistig zu töten. Danaüs schwört seiner treulosen Tochter, sie und Lyncée zu richten, sollte sie etwas von seinem geheimen Plan durchsickern lassen. Hypermnestre ist somit vor die komplizierte Entscheidung gestellt, zwischen ihrem Geliebten oder ihrem Vater zu wählen.

Dritter Akt:

Das Volk freut sich auf die Massenhochzeit und besingt die göttliche Liebe. Zu Ehren des Bacchus ist der Garten festlich geschmückt. Die Nacht möge recht ange dauern, tönt der Chor und huldigt Phoebe und Aurora. Danaüs lässt die Weinkelche füllen, damit die Männer zum Zeichen der Verbundenheit ihren Bräuten zuprosten können. Als Lyndée sich anschickt, nun seinen Kelch der Braut völlig unplanmäßig an die Lippen zu setzen, weigert diese sich irritiert, daran zu nippen. Mit dem Ellbogen stößt Danaüs seine Tochter in die Rippen, damit sie daran denkt, dass Sanktionen auf sie warten, falls sie den Mordplan verraten sollte.

Das Mädchen sieht keinen anderen Ausweg, als heimlich die Flucht zu ergreifen. Danaüs versteht es, den verwirrten Lyncée zu beruhigen und lässt Pelagus nach ihr suchen. Den anderen Brautpaaren wird geraten, sich durch eine kleine Unpässlichkeit  der Schwester den festlichen Abend nicht verderben zu lassen und kräftig zu feiern. Absprachegemäß beginnen die Satanstöchter nun, ihre Männer betrunken zu machen, um sie anschließend ins Brautgemach zu führen.

Vierter Akt:

Danaüs hat seine entflohene Tochter ausfindig gemacht und stellt sie zur Rede. In Wiederholung beteuert Hypermnestre, den Mord nicht ausführen zu wollen und bittet um Gnade für Lyncée.  Vergebens! Danaüs kennt nur Rache. Er befiehlt seiner Leibwache, den Arrest zu bewachen und verschwindet erbost zu den anderen. Die Wachen sind insgeheim von den Tränen der Unglücklichen gerührt und versprechen, Lyncée in Sicherheit zu bringen. Hypermnestre gesteht sich ein, dass sie sich wohl auf ewig von ihm trennen muss, weiß aber nicht, wie sie ihm den Entschluss erklären soll. Als Lyncée erscheint und seine Geliebte, ohne einen stichhaltigen Grund zu nennen, ihm zu verstehen gibt, dass sie sich trennen müssen, ist er außer sich und will sich nicht fügen. Hypermnestre sieht sich außerstande, die Ursachen zu nennen, weil sie auch um das Leben des Vaters fürchtet. Sie gesteht dem Verzweifelten ihre Liebe und versichert, dass der Trennungsgrund geheim bleiben müsse. Nicht einverstanden, besteht der Gekränkte auf einer sachlich fundierten Erklärung. Hypermnestre zieht den Dolch und droht sich  selbst umzubringen, falls er nicht nachgebe. Pélagus erscheint und fordert den Prinzen hastig auf, ihm zu folgen. Das todbringende Signal würde in diesem Augenblick gegeben. Hypermnestre erklärt nun in größter Not die Situation und verweist auf die Gefahr, die seinem Leben drohe: Lyncée müsse sofort fliehen, denn in diesem Moment würden seine Brüder im Brautgemach erdolcht und ihn würde das gleiche Schicksal ereilen, wenn er noch lebend vorgefunden würde. Unter den grauenvollen Schreien der Mordopfer entschließt Lyncée sich schließlich zur Flucht und Hypermnestre fällt in die erlösende Ohnmacht.

Fünfter Akt:


Sie erwacht und trauert um Lyncée, den sie tot glaubt. Danaüs tritt ein und erkundigt sich, ob seine Tochter die Mordtat weisungsgemäß begangen habe. Aus der Frage schließt diese, dass der Geliebte noch lebt. Der Dolch liegt unbenutzt und blitzsauber neben ihr. Daraus schlussfolgert der Vater, dass Hypermnestre nicht gesudelt hat. Wütend lässt er sie in Ketten abführen und schwört, dass seine Rache sie ereilen wird. Im Augenblick ist es wichtiger, nach Lyncée jagen zu lassen. Doch dieser war nicht ohne militärische Begleitung nach Griechenland gekommen und hat zudem noch die revoltierenden Wachen auf seiner Seite. Die mörderischen Bräute lässt der Empörte sofort hinrichten.

Im Sauseschritt eilt Danaüs zum Verlies der Tochter, um ihr für den begangenen Verrat das Haupt vom Rumpf zu trennen. Doch Pélagus lässt die Rache nicht zu und ist mit seiner Waffe flinker. Dem gestörten Vater geht es nun ans Leben. Die arme Hypermnestra kann sich weder äußern, noch den Gang der Ereignisse aufhalten, weil sie schon wieder bewusstlos geworden ist. In Memphis am schönen blauen Nil, wird sie sich später, an die starken Schultern des Gatten gelehnt, von den Schrecken der Blutnacht erholen.

Die Rache an den Frevlern nehmen die Götter im Jenseits selbst in die Hand. Es ergeht die Regieanweisung an den Spielleiter, wie er inszenieren soll „Der Palast, von Blitzen und Flammen zerstört, wird von der Erde verschlungen. Die Hölle erscheint. Man sieht den Tartarus von Blutströmen umflossen. In der Mitte der Bühne erscheint Danaüs, an einen Felsen gekettet. Seine blutigen Eingeweide werden von einem Geier verschlungen und unablässig fahren Blitze auf sein Haupt nieder. Einige Danaiden sind in Gruppen zusammengekettet, werden von Dämonen gequält und von Schlangen verschlungen; die andern, von Furien verfolgt, erfüllen das Theater mit ihren Schreien. Feuer regnet auf sie herab.“


Anmerkung:

In ihren Kunstwerken haben die Maler und Bildhauer für die Nachwelt festgehalten, welche Qualen die Götter für  die irregeleiteten Danaiden und deren grausamen Vater vorgesehen haben.

Die Premiere in Paris verdankt Salieri den Bemühungen von Christoph Wiliibald Gluck. Um alle Zweifel auszuräumen bestätigt der Letztgenannte mit Nachdruck, dass Antonio Salieri die alleinige Autorenschaft gebührt. (Red: E.H.)

 

 

© August 2009 - Raphael Lübbers

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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