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Schöne Oper - selten gehört




Tommaso Traetta [1727-1779]

Antigona

Antigone

 

Tragedia per musica in drei Akten

italienisch gesungen

Libretto von Marco Coltellini

in Anlehnung an das Drama des Sophokles 
  

Uraufführung am 11. November 1772 im Hoftheater Sankt Petersburg 

Dauer: ca. 180min 

Charaktere: 
Creonte – König von Theben   
Antigona – Tochter des Ödipus 
Ismene – Tochter des Ödipus   
Emone – Sohn Kreons 
Adrasto – ein vornehmer Thebaner  
Volk, Krieger  

Das Geschehen spielt im antiken Griechenland zu mythischer Zeit
 





HANDLUNG 


Vorgeschichte:

Der tragische König Ödipus (Edipe) von Theben hat durch einen unausweichlichen Orakelspruch unwissendlich seinen Vater getötet und seine Mutter Iokaste geheiratet. Zusammen mit ihr hat er vier Kinder – Polyneikes (Polinice), Eteokles (Eteocle), Antigone (Antigona) und Ismene – in die Welt gesetzt. 

Als Ödipus auf Umwegen von seinem grausamen Schicksal erfährt, blendet er sich selbst und Iokaste erhängt sich. Ödipus' Bruder Kreon (Creonte) ordnet an, dass die beiden männlichen Nachkommen den thebanischen Thron abwechselnd Jahr für Jahr regieren sollen. Als Eteokles sich aber nach einem Jahr weigert, den Thron wie vereinbart an an Polyneikes abzugeben, greift dieser mit sechs verbündeten Helden und deren Armeen seinen Bruder im Zug „Sieben gegen Theben“ an. Die Schlacht bleibt lange unentschieden und kostet auf beiden viele Opfer. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, entschließen sich die Brüder zu einen Zweikampf bis zum Tod. Dem Sieger winkt der Thron Thebens. 

Erster Akt: 

Das Duell zwischen den verfeindeten Brüdern lässt an Härte keine Wünsche unbefriedigt. Am Ende erliegen beide Kontrahenten ihren Wunden und machen sich auf den Weg in die Schattenwelt. 

Adrasto, ein Adeliger, schlägt daraufhin Kreon für den Thron vor, da er hofft, dass durch die Heirat dessen Sohnes Haimon (Emone) mir seiner Cousine Antigone der Thron in der Familie bleibt. Kreon wird vom Volk zum neuen König gewählt und entscheidet, dass Eteokles ein feierliches Staatsbegräbnis erhält, während der Leichnam des Aggressors Polyneikes vor den Toren der Stadt den Aasgeiern zum Fraß vorgeworfen werden soll. Widerspruch gegen den Befehl soll mit dem Tod des Ungehorsamen bestraft werden. Ismene und Antigone versuchen vergebens ihren Onkel umzustimmen und erreichen, dass er in seinem Willen eher noch bestärkt wird. 

Antigone ist als seine Blutsverwandte sehr besorgt um das Fortleben ihres Bruders Polyneikes in der Schattenwelt und plant in einer Nacht- und Nebelaktion den Toten doch noch traditionsgemäß zu bestatten. Angesichts ihrer tragischen Familiengeschichte kann sie das Risiko, ihr eigenes Leben zu verlieren, wenig schockieren. Ismene ist um ihre Schwester besorgt und zieht Haimon ins Vertrauen, welcher sie glauben machen will, dass die Wut seines Vaters sich bald legen werde. Ismene ist davon wenig überzeugt.

Zweiter Akt: 

In der Nacht werden die sterblichen Überreste des Polyneikes von Antigone nach altem Brauch verbrannt. Haimon sucht sie auf, da er sich um die Geliebte sorgt. Um Antigona zu schützen, nimmt er die Urne mit sich, um sie in der Familiengruft seiner Ahnen beizusetzen. Aus der Angst gemeinsam ertappt zu werden, nehmen beide getrennte Wege. Adrasto entdeckt die Reste der Verbrennungszeremonie und sieht den Befehl König Kreons eindeutig missachtet. Für ihn steht neues Unglück für Theben am Horizont und er sieht alles Kommende als eine Folge des Fluches, der mit Ödipus seinen Anfang nahm. 

Im Tempel des Zeus versammelt sich das Volk, um Kreon zu huldigen und dem Göttervater für den neuen Frieden zu danken. Kreon bekräftigt nochmals, dass jeden, der um Polyneikes trauert oder es wagt, ihn zu bestatten, die Todesstrafe ereilen wird. Adrasto kommt hinzu und bittet um Milde, zumal Kreons Sohn selbst soeben von den Wachen aufgegriffen worden sei, als dieser versuchte die Urne beizusetzen. Obwohl auch die Thebaner den König um Nachsicht bitten, gedenkt dieser den Ungehorsam zu bestrafen und das Urteil in voller Härte zu vollstrecken. 

Haimon wird von den Wachen hereingeführt und verteidigt sein Handeln als absolut gerechtfertigt und ehrenhaft. Die plötzlich erscheinende Antigona will jedoch sämtliche Schuld auf sich nehmen und bittet sie selbst an Stelle des Haimon zu bestrafen. In seiner Unmenschlichkeit verfügt Kreon, dass sie bei lebendigen Leib in eine Grabeshöhle eingeschlossen werden soll. Antigone nimmt ihr Schicksal gelassen, da es lediglich das Ende ihres leidgeprüften Lebens bedeuten würde. Ismene und Haimon betrauern das tragische Schicksal von Schwester und Braut. 

Dritter Akt: 

Kreon und einige geladenen Thebaner versammeln sich an der Höhle, die für die Urteilsvollstreckung vorgesehen ist. Antigone nimmt nochmals feierlich Abschied und besonders Ismene ist derart bestürzt, dass sie das Schicksal mit ihrer Schwester am liebsten teilen möchte, was von Kreon aber abgelehnt wird. Das Urteil wird vollstreckt und die Höhle hinter Antigone zugemauert. Trauernd bleiben die Thebaner zurück. Adrasto kommt hinzu und weiß zu berichten, dass Haimon voller Bestürzung aus einem Fenster des Königspalastes in die Tiefe gesprungen und vermutlich ums Leben gekommen ist. 

Kreon erschüttern die Fakten in der Tiefe seiner Seele und erkennt, dass seine unakzeptable Strenge allein - und nicht der Zorn der Götter - die tragische Situation zugespitzt hat. Unschuldige werden in den Tod getrieben und das Volk ist in Trauer wie gelähmt. Um nach seinem Sohn zu suchen, entfernt der König sich in die Stadt. 

Haimon, der wider Erwarten den Sprung überlebt hat, begibt sich zu der Höhle, in der Antigona den Tod finden soll. Durch einen Felsspalt lässt er sich in die Tiefe gleiten und ist der Hoffnung, in der Finsternis auf Antigone zu stoßen, die seine Rufe bereits aufgefangen hat. Nun planen sie mit Hilfe des mitgeführten Dolches den gemeinsamen Suizid. Deutlich zu hörende Geräusche außerhalb der Höhle lassen sie ihr Vorhaben verschieben. Es ist Kreon, der von Reue geplagt wurde und gekommen ist, um mit Hilfe von Handwerkern und seiner Wachen den Zugang zur Höhle zu öffnen. 

Der König bittet um Vergebung für seinen Starrsinn und seine Verblendung. Er hätte auf die Stimme seines Herzens hören sollen, anstatt blinder Wut zu folgen. Alle feiern die glückliche Wendung in letzter Minute und sehen zuversichtlich dem anbrechenden Tag entgegen. 


Bemerkung:
 

Tommaso Traetta dürfte nur den wenigen Opernbesuchern ein Begriff sein. Der aus Apulien stammende Komponist begeisterte sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts für die von Christoph Willibald Gluck vorangetriebene Reformoper und schuf in dem Bestreben der Wiederblebung der „echten“ antiken Tragödie nach Sophokles, ein bedeutendes Werk dieser Gattung.

Barocker Pomp, unsinnige Koloraturen und affektgeladene Charaktere weichen natürlich fühlenden Personen, denen eine gemäßigte aber doch sehr abwechslungsreiche Musik gegenübersteht.

© 2011 – Raphael Lübbers

 

 

 

 

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