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Schöne Oper - selten ghört




Antonio Vivaldi [1678-1741]

Motezuma

Montezuma




Oper in drei Akten

Libretto von Girolamo Giusti

Uraufführung im Herbst 1733 am Theater St. Angelo, Venedig

Bearbeitung: Pasticcio  von Jean Claude Malgoire

Uraufführung des Pasticcios am 8. Mai 1992 zum "Frühlung der Künste" in Monte Carlo unter Malgoiere mit seiner Grand Ecurie


Personen:

Montezuma, Herrscher von Mexiko
Mitrana, Gemahlin Montezumas
Teutile, beider Tochter
Fernando (Cortes), spanischer Eroberer,
Ramiro, Bruder Fernandos
Asprano, Mexikanischer General

Schauplatz ist Mexiko im 16. Jahrhundert.



 

     INHALTSANGABE


Erster Akt:

Das Heer Montezumas wurde geschlagen. Der Herrscher selbst befindet sich auf der Flucht und sucht Unterschlupf in seinem Palast. Seine Gemahlin Mitrena hofft auf eine Kehrtwende der Situation und versucht, den Gatten zu trösten. Teutile bittet ihren Vater, sich zu verstecken. Montezuma möchte nicht, dass die beiden Frauen lebend in die Hände der Spanier fallen und überreicht Mitrena einen Dolch, um sich und die Tochter bei unmittelbarer Gefahr selbst zu töten. 

Teutile, die den Bruder des Fernando Cortes insgeheim liebt, versucht, sein kriegerisches Vorgehen mit der Begründung zu entschuldigen, dass er dem König von Spanien Ergebenheit schulde. 

Wie es das Libretto will, stürmt Fernando herein, verhindert im letzten Moment den Suizid Teutiles und verkündet, dass er sie als Geisel mitnehmen will. Montezuma in seinem Versteck, missdeutet die Situation und glaubt, dass es seiner Tochter an Courage mangele, den Suizid zu vollziehen. Er legt den Bogen an, trifft  unbeabsichtigt den Eroberer, verletzt ihn aber nur geringfügig. Ramiro will seinem Bruder zur Hilfe eilen. Er erhält von diesem Order, den Schuldigen zu finden. 

Erfolglos versucht Ramiro sich vor Teutile zu rechtfertigen und klagt um seine verlorene Liebe. Montezuma hat sich als Spanier verkleidet, und mit dem Schwert in der Hand will er seine Tochter töten. Ramiro beschwichtigt, und als Ferdinand plötzlich hereintritt, versteckt er die beiden Azteken vor ihm. 

Ramiro soll die Bewegungen des Feindes beobachten, was ihn mit Unbehagen erfüllt, weil er seine Liebe zu Teutile noch nicht aufgegeben hat. Er bietet Mitrena einen Waffenstillstand an, die aber in Verkennung der Situation die Unterstützung ablehnt. Montezuma taucht auf und fuchtelt mit seinem Schwert herum, welches Ramiro ihm abnimmt. Alarmiert von dem Lärm missversteht Fernando die Situation und glaubt, dass Ramiro ihn selbst mit dem Schwert töten will. Montezuma klärt die Situation auf. Fernando lässt Montezuma in Ketten legen, worüber sich Mitrena entrüstet und fordert, dass der Kaiser von Mexiko gemäß seinem Rang gefälligst mit dem nötigen Respekt zu behandeln sei. Fernando entgegnet, zu Gunsten der christlichen Sache sei alles erlaubt. 

Während Mitrena über das Los ihres Mannes lamentiert, kommt der mexikanische General Asprano herein und prahlt, mit dem Rest seiner Streitmacht die Feinde zurückdrängen zu wollen. 

Zweiter. Akt: 

Teutile ängstigt sich, dass die militärische Kapazität nicht ausreichen könnte, um die Stadt zurückzugewinnen, während der General meint, dass sich mit etwas Glück ein Wandel vollziehen könnte. Ramiro versucht, Montezuma zur Vernunft zu bringen und rät, aufzugeben. Teutile ärgert sich über Fernando, weil sie wegen ihrer Liebe zu Ramiro von ihm ausgelacht wird. 

Mitrena bekommt einen Energieanfall, hält Fernando die Schändlichkeit seiner Expansionsgelüste vor und ersucht ihn, ihren Mann freizugeben und Mexiko gutwillig zu verlassen. Die Kontrahenten liefern sich erhitzte Wortgefechte, während die beiden Heerlager sich auf die Schlacht vorbereiten. Die Mexikaner verlieren das Scharmützel. 

Teutile, besorgt um Ramiro, rät diesem die Stadt zu verlassen. Der Feldherr fühlt sich genervt und versucht die Ratgeberin fortzuschicken. Diese kann ihr Temperament nicht beruhigen und muss von ihrer  Mutter beschwichtigt werden. 

Man befragt das Orakel des Uccilibos und erhält zur Antwort, dass ein Spanier geopfert werden soll und Teutile das Reich schützen wird. Mitrena deutet das Orakel so, dass mit dem Spanier Fernando gemeint sei und die Montezuma-Tochter ihn töten soll. 

Das Libretto unterstellt, dass Fernando in einem Turm gefangen sitzt, der nun von Asprano belagert werden soll. 

Dritter Akt:

Ramiro hilft seinen Bruder, durch eine geheime Tür den Turm zu verlassen. Beide beschließen nun ihrerseits, mit einer Eskorte den Tempel des Uccilibos zu stürmen. Nachdem er den Bruder gerettet hat, eilt Ramiro nun Teutile zur Hilfe.

Montezuma denkt, er wird Fernando im Turm finden und will ihm einen Besuch abstatten. Von den Spaniern überlistet, wird er nun selbst eingeschlossen. 

Der bösartige Asparano weiß von dem Gefangenenwechsel nichts, lässt den Turm niederbrennen und avisiert der Herrscherin den Feuertod  des Spaniers. Inzwischen erreicht Ramiro den Tempel und drängt Teutile zu fliehen, um ihr Leben zu retten. Asprano ist ihnen gefolgt.

Die Herrscherin ist völlig verzweifelt. Sie glaubt Mann und Tochter verloren zu haben und will sich töten. In diesem Moment erscheint Montezuma, der den Geheimgang auch kannte, und verhindert die Tat. Sie beratschlagen nunmehr, sich gemeinsam zu töten, aber vorher soll Ramiro dran glauben. Dazu kommt es nicht mehr. 

Fernando hält eine flammende Rede und setzt sich die mexikanische Federkrone auf den Kopf. Auf dem Thron des Azteken sitzend, erklärt er die alten Götter für abgesetzt und den Sieg des Christentums. 

Die Familie ist sich uneins, ob man sich nun umbringen soll oder abwarten. Cortes zeigt Mitgefühl und bekommt plötzlich einen Rappel. Dann geht alles blitzschnell  Die mexikanische Krone will der erfolgreiche Eroberer gar nicht mehr haben. Die Hochzeit zwischen Ramiro und Teutile wird festgesetzt. Das Orakel hat sich geirrt und die Begriffe Sacrifice und Sakrament durcheinander gebracht. Montezuma ist über den plötzlichen Sinneswandel des Siegers gerührt, weil er nun einen spanischen Schwiegersohn bekommen soll. Der Chor stimmt einen Freudengesang an und die Oper ist zu Ende. 

Anmerkung: 

In Unkenntnis der Partitur, die erst vor kurzem wiederentdeckt wurde, hat der Musikwissenschaftler und Dirigent Jean Claude Malgoire ein Arrangement in 42 Szenen aus Vivaldis besten Werken zusammengestellt und das bekannte Libretto der Bearbeitung von  Montezuma unterlegt. 

Neben der Ouvertüre aus „Bajazet“, sowie anderen Instrumentaleinlagen und Kantaten  wurden von Malgoire nachstehende Opern Vivaldis herangezogen: Griselda, Incoronazione di Dario, Fida Ninfa, Orlando furioso, Catone in Utica, Tito Manlio, Farnace, Dorilla. 

Unterstützt von einem vorzüglichen Ensemble kann man das Unterfangen als bestens gelungen betrachten. Für jeden, der „Vivaldi in der Nussschale“ erleben möchte, eine Gelegenheit, sich zu ergötzen! 

Auffällig die oftmals stampfenden Rhythmen und die Lebendigkeit der Tonsprache. Es kommt vor, dass nicht das Cembalo, sondern das Fagott den Solisten begleitet. Herrliche Bariton- und Basskoloraturen sind in der Einspielung auf  CD zu hören, dazu ein Countertenor von äußerst angenehmen Stimme, der in atemberaubenden Tempi seine Sätze höchst virtuos mit einprägsamen Auszierungen schmückt - bar jeden Travestie-Touches  

Alles in allem Barockmusik zum Kennenlernen und Liebhaben. „The best of Vivaldi“  Das nicht besonders anspruchsvolle Libretto hat diese Liebesmühe gar nicht verdient!

Pasticcien sind nichts Ungewöhnliches, es gibt sie von Händel (Oreste) und Rossini (Ivanhoe). Telemann ging sogar so weit, dass er in seiner Oper Pimpinone ganz bewusst Intrumentalkonzerte bedeutender zeitgenössischer Komponisten (Albinoni, Vivaldi) als Zwischenaktmusiken einflocht  und die Herkunft auch deklarierte. 

Besonders produktive Komponisten wie Rossini und Donizetti hatten die vertragliche Verpflichtung einzuhalten, ein bestimmtes Quantum an Bühnenwerken abzuliefern. Wenn die Muse nicht küssen wollte und es an Inspiration fehlte, machte man bei sich selbst, manchmal auch bei der Konkurrenz eine Anleihe und fand das Verfahren überhaupt nicht anstößig. 

Aus dieser Sicht sind die wohlwollenden Absichten Malgoires gerechtfertigt und zu loben, denn er folgt barocken Gepflogenheiten

 
***
musirony 2006 - Engelbert Hellen



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