musirony - Corrado d'Altamura
 

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Schöne Oper - selten gehört 




Federico Ricci [1809-1877]

  Corrado d'Altamura


Lyrisches Drama in zwei Akten und einem Prolog

Libretto von Giacomo Sacchéro

Uraufführung am 16.11.1841 an der Mailänder Scala


Personen:

Corrado, Graf von Altamura
Deliza, seine einzige Tochter
Roggero, Herzog von Agrigent und Aragona, ihr treuloser Geliebter
Guiscardo Bonello, Ritter in Diensten Corrados
Margarita, Braut Roggeros
Giffredo, Anführer der Söldner
Il Marchese Albarosa di Navarra, Vater Margaritas
Isabella, Delizas Vertraute
und weitere

Die Handlung spielt im Mittelalter auf Sizilien

Kreuzgang von Monreale



HANDLUNG

Prolog:

1

Guiscardo Bonello hatte bisher keine Chance, sich der Tochter des Grafen von Altamura in Liebe zu nähern, denn ihr Herz gehört Roggero dem Herzog von Agrigent. Der Verschmähte trägt schwer an seinem Schicksal, denn wie der Zuschauer aus seinem Munde erfährt, hat der Herzog seiner Deliza die Treue gebrochen und sich Margarita von Navarra zugewandt, die er offenbar heiraten will. Giffredo versucht seinen Waffengefährten mit dem Hinweis zu beschwichtigen, dass ein rächendes Schicksal den Verräter mit Sicherheit grausam bestrafen wird.

2

Von der Rüstkammer wechselt die Szene in die Frauengemächer des Palastes von Agrigent. Ihrer Freundin Isabella vertraut Deliza ihren Verdacht an, dass der Liebste sein Herz einer anderen geschenkt hat. Beweise hat sie bisher nicht, aber Dinge die man nicht weiß, kann man erfragen. Vorwürfe sind jedoch nicht die richtige Taktik, denn ein erfahrener Frauenheld weiß, wie man Eifersuchtsszenen meistert. Man heuchelt Ahnungslosigkeit und spielt den Unschuldigen. Nachdem der Übermütige erneut heiße Liebe geschworen hat, setzt er die Geliebte in Kenntnis, dass er sie kurze Zeit verlassen, aber bald wiederkommen werde. Deliza lässt sich nur allzu gern betören und in leidenschaftlicher Umarmung genießt sie das Glück der Stunde. „Sempre, sempre qual t'amai ...“

Erster Akt:

3

Corrado, Delizas Vater, ist eigentlich schon zu alt, um große Taten zu vollbringen. Er hat das italienische Festland schon vor Jahren verlassen, residiert nicht mehr in Altamura, sondern in Aragona, einem idyllischen Flecken in unmittelbarer Nähe von Agrigent und bekommt Besuch von seinem Vasallen Giffredo. Die Neuigkeit vom Tage ist die Herzensangelegenheit seiner Tochter Deliza, an welcher der Ankömmling Kritik übt, weil sie seinen Freund Guiscardo ignoriert und ihr Herz einem Unwürdigen geschenkt habe. Dieser habe Verstand und Hand aber anderweitig vergeben. Schleunige Rache am Verräter sei geboten, das Schwert soll sie übernehmen!

4

Deliza traut ihren Ohren nicht, denn in der Ferne hört sie freudiges Lärmen. Von Bonello erfährt sie, dass Roggero Margarita gerade zum Traualtar führt. Das Mädchen ist außer sich. Ihr Vater erscheint ebenfalls und hat einen spitzen Dolch in der Hand. Seine Tochter fordert er auf, die Klinge der Rivalin kurzerhand ins Herz zu stoßen. Doch Deliza ist viel zu aufgeregt, um eine Bluttat zu begehen, und zieht es vor, die Situation zuerst einmal in Augenschein zu nehmen. Warum gleich morden, wenn man die Feierlichkeiten auch stören und die nuptiale Prozedur noch unterbinden kann? Wenn der Priester die Zeremonie nicht zu Ende bringt, hat es keine Hochzeit gegeben. Keine schlechte Idee! Deliza hat scharf nachgedacht.

5

Einen seltsamen Hochzeitsbrauch der Sizilianer nimmt Federico Ricci als tragendes Element für seine Opernhandlung in Anspruch. Das Vorspiel zur Trauung vollzieht sich in der Krypta über dem geöffneten Katafalk eines einst einflussreichen Ahnen. „O vago flor d'Iberia….“ Die Hochzeitsgesellschaft hatte Margarita auf Sizilien willkommen geheißen, doch Roggero begegnet man mit eisiger Kälte. Ist der Herzog bei seinem Volk etwa nicht beliebt? Margarita will die Wahrheit wissen! Wenn da etwa auch noch eine anderer weibliche Person Anspruch auf sein Herz erhebt, soll Roggero es lieber gleich sagen, denn dann nimmt die Prinzessin die nächste Kutsche und fährt wieder nach Hause.

In der Absicht, seine Ehrenhaftigkeit nachdrücklich zu beteuern, zieht Roggero den Ring, der den Bund fürs Leben mit Margarita besiegeln soll von seinem Finger und will ihn der Braut aufstecken. Der ausgestreckte Arm reckt sich über das geöffnete Grab. Doch was passiert? O Schreck! Der Ring entgleitet den spitzen Fingern und purzelt mit anhaltendem Gepolter in die geöffnete Gruft. Ein Schrei des Entsetzen löst sich aus den Kehlen der Hochzeitsgäste, denn man wertet das Entgleiten des Eherings als böses Vorzeichen. Wer soll hinunter klettern und nach der Gemme suchen? Nun ist guter Rat teuer, aber zu haben.

Unbemerkt hat Deliza mit ihrem Gefolge den unterirdischen Raum betreten und hilft aus der Verlegenheit. Sie reicht dem Unglücksraben ihren Ring, um zu sehen, was er damit anfängt. Zwischendurch tuschelt sie der Braut zu, dass sie das Opfer eines Wüstlings geworden sei. „O giovinetta, piangere...“ Schon vorher ziehen die anwesenden Söldner, die gegen den Herzog aufgehetzt wurden, das Schwert. Corrado von Altamura klappt das Visier hoch und wirft dem Schänder seiner Ehre und Verführer seiner Tochter den Fehdehandschuh vor die Füße. Der Theaterbesucher weiß, was das zu bedeuten hat!

Doch der Vater der Braut hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Er möchte, dass trotz allem die Hochzeitszeremonie fortgesetzt wird. Man beruhigt sich, verschnauft ein wenig und nimmt dann Kurs auf den Hochaltar.

 

Zweiter Akt:

6

Anstatt nun froh zu sein, den Rivalen auf bequeme Weise entfernt zu wissen, ruft Guiscardo Bonello im Feldlager Corrados zu einem Rachefeldzug gegen den Herzog auf. Deliza hat der Vater ins Kloster gesteckt, damit sie in Reichweite des Himmels nicht entführt und von feindlicher Seite als Geisel benutzt werden kann. Der Ärger Bonellos ist verständlich, weil nun das Objekt seiner Anbetung aus seinem Blickwinkel gerückt wurde. Die Söldner hassen es, zur Untätigkeit verdammt zu sein.

Roggero weiß, dass er gegen die Übermacht nicht ankommt und zieht es vor, einzulenken. Er hat sich als Einsiedler verkleidet und kreuzt im Feldlager auf. An den Heerführer hat er ein Anliegen. Er komme im Namen eines Büßenden, um in seinem Auftrag um Verzeihung für eine verrückte Missetat zu erflehen. Corrado kann sich schon denken, wer der Reumütige ist. Selbst wenn Roggero in Person vor ihm stünde, würde ihm Verzeihung nicht zuteil, denn ein Vaterherz wurde allzusehr geschunden. Der Besucher wirft seinen Mantel ab und jetzt erkennt der Angesprochene den Übeltäter, der seine Ehre besudelte. Einst war Corrado sein Mentor und seinen militärischen Unterweisungen folgte der Knabe mit großer Aufmerksamkeit. Sein Herz hatte ihn lieb gewonnen. Bande väterlicher Zuneigung zogen ihn in seinen Bann, so dass er das Wertvollste, das er besitzt, seine einzige Tochter, seiner Obhut anvertraute. Was fängt der Undankbare mit dem kostbaren Geschenk an? In den Staub hat er es getreten! Die bitteren Tränen seines lieben Kindes, vermischt mit den eigenen, lassen Vergessen und Verzeihen nicht zu.

Gut, dann soll der tief Gekränkte seinen Dolch nehmen und ihm den Stahl in die Brust stoßen, das Kettenhemd zieht er vorher aus. Weit gefehlt, so einfach soll der Verräter nicht davon kommen. Seine Ehre will der alte Querkopf mit dem Schwert verteidigen. Man vereinbart einen Ort, an welchem das Duell stattfinden soll. Wer nicht hören will, muss fühlen! Roggeros Bereitwilligkeit hat Grenzen, nachdem der Unversöhnliche ihn wortgewandt zuvor noch kräftig beschimpft hat.

7

Nächtliche Dunkelheit hat sich über eine schwarze Tat gelegt! Aus geweihter Kehle erklingt aus dem Kloster das Abendgebet der versammelten Nonnen. Deliza befindet sich als Novizin unter ihnen. Der Zugang zum Gebetssaal führt direkt auf den Kreuzgang. Es ist nur eine Kleinigkeit für einen unwillkommenen Besucher, die Tür gewaltsam aufzustoßen. Deliza erkennt in dem Eindringling Roggero, der gekommen ist, um ihre Verzeihung zu erflehen. Der unbeholfene Vater hat der Wucht seines herniedersausenden Schwertes nichts Gleichwertiges entgegensetzen können, weil sich seine Wehrfähigkeit im Laufe der Jahre sich unbemerkt reduziert hatte. Jetzt schwimmt er in seinem Blute.

Der Verabscheuungswürdige soll den geheiligten Boden des Klosters sofort verlassen, befiehlt ihm Deliza, denn er verstößt gegen Klosterordnung und Hausrecht. Einlassbegehrende Büßer haben grundsätzlich am Glockenstrang zu ziehen, wenn sie Gebete zur Verzeihung ihrer Sünden beantragen wollen. Roggero führt aus, dass er sich in die Arme des Todes stürzen werde, falls seine Reue nicht gewürdigt und dem Begehren nach Vergebung nicht stattgegeben werde. Doch Deliza bedauert, nichts für ihn tun zu könne Im Kreuzgang stehen Bonello und Giffredo, bereits zur Lynchjustiz. Roggeros Einwand, es sei ein ehrenhaftes Duell gewesen, wird nicht gewertet, es würde ihm aber die Möglichkeit geboten, dem Himmel seine Angelegenheit direkt vorzutragen.

Gefühlskälte würde das Opernpublikum Deliza nicht verzeihen, deshalb wird sie ohnmächtig und sinkt zu Boden, bevor den Geliebten sein Schicksal durch das Schwert ereilt.


                                     Ferderico Ricci   

Anmerkung:

Nach ihrer Uraufführung hatte die Oper einen großen Erfolg und wurde bis 1870 weltweit an fast allen bedeutenden Häusern wiederholt gegeben. Für einen Komponisten will es etwas heißen, sich im Schatten der Allgegenwart Giuseppe Verdis aufschwingen zu können.

Literarische Komponente seiner Oper wiederholen sich bei dem Neapolitaner, doch wer will definieren, wer von wem übernommen hat? In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, war es nicht ehrenrührig, sich auf dem Markt frei zu bedienen. Akzeptable Libretti waren Mangelware und Kompositionswillige stürzten sich auf die Lektüre, um sie mit eigenen Noten zu versehen. Man gab dem Publikum, wonach es klatschte.

Die Chöre gestalten sich bei Federico Ricci, dem jüngeren von zwei komponierenden Brüdern, ein bisschen holprig und holzschnitthaft. Verdis dramatisches Feuer konnte nicht entfacht werden. Doch man sollte es einem Komponisten des 19. Jahrhunderts keineswegs zum Vorwurf machen, einen Titanen nicht überragt zu haben. Die Gegenwart schlägt den richtigen Weg ein, Vergessenes wieder an die Oberfläche zu bringen, selbst wenn wenig Originalität dabei herauskommt. Dank den Interpreten, die sich die Mühe machen, verloren Geglaubtes einzustudieren!

***
musirony 2009 - Engelbert Hellen



 



 

 

 



 


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