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Schöne Oper - gern gehört


ein Bild

Wolfgang Amadeus Mozart [1756-1791]

Mitridate, Re di Ponto


Opera seria in drei Akten

Libretto in italienischer Sprache von Amadeo Cipra-Santi

nach dem Trauerspiel von Jean Racine 

Uraufführung am 26. Dezember 1770 am Teatro Ducale in Mailand

Personen:

Mitridate                      König von Ponto

Aspasia                        seine Verlobte

Farnace                        sein älterer Sohn

Sifare                           sein jüngerer Sohn

Ismene                        Tochter des Königs der Parther

Arbate                          Statthalter von Ninfea

Marzio                          Römischer Tribun

Das Geschehen spielt in Kleinasien im ersten Jahrhundert vor unserer Zeirechnung



ein Bild Der historische Mithridates Eupator

 


 

HANDLUNG

..

Erster Akt:

 .

Szene 1

In Abwesenheit des Königs hat der Statthalter Arbate das heikle Problem, sich zu entschließen, welchem der beiden anwesenden königlichen Prinzen er seine Ergebenheit bezeugen soll. Favorisiert wird Sifare, der mit seinem älteren Bruder Farnace um den Thron und um die Liebe der schönen Aspasia kämpft. Diese hat jedoch bereits der Vater für sich auserkoren. Zur Zeit befindet Mitridate sich auf dem Schlachtfeld im Kampf gegen die Römer. Sifare freut sich sowohl über den Jubel des Volkes, als auch über die Anhänglichkeit des Statthalters. Der Prinz versäumt nicht, sein Unbehagen über den angereisten Bruder zum Ausdruck zu  bringen. Weshalb hat der Statthalter es nicht verhindert? Es ist nicht allein der Thronanspruch, der den Zwist verursacht, sondern die Flamme in seiner Brust flackert für das gleiche Mädchen – ein häufiger Streit unter königlichen Prinzen. Mit dem gleichen Feuereifer wie für seinen Vater will Arbate sich zu Gunsten Sifares einsetzen. Farnace soll Braut und Heimat anderswo suchen.

..

Szene 2

Sifare erhält unverhofften Besuch von Aspasia, die bei ihm ihr Herz ausschütten möchte und Trost und Hilfe sucht. Die Tränen einer Unglücklichen sollen stärker sein, als die Bande des Blutes zwischen ihm und seinem Bruder. Barbarisch, dreist und beleidigend, den königlichen Vater missachtend, drängt er ihr Herz zur Liebe, obwohl er weiß, dass sie ihn hasst. – Die zukünftige Königin soll keine Angst haben, sie kann jederzeit frei entscheiden, wem sie ihr Herz schenken will und Gewalt soll Farnace gefälligst anderswo gebrauchen. Allerdings ist es kein Verbrechen zu lieben, denn dann wäre er genau so schuldig. Aspasia tut erschrocken. Der Himmel soll ihr helfen! - Nein, sie braucht wirklich keine Angst zu haben. Seine Liebe ist voller Sanftmut im Gegensatz zu der des missratenen Bruders. Wenn Sifare sie vor ihm beschützt, wird die schöne Aspasia nicht automatische seine Beute werden, sondern er wird vorsorglich beschließen müssen, sie nicht mehr wiederzusehen, denn Amor hat auch auf sein Herz gezielt. - Aspasia findet sein Verhalten anständig, aber verspricht er nicht Dinge, die er nachträglich nicht einhalten wird? - Fürchtet sie trotz aller Schwüre, dass er zum Tyrannen werden könnte? -  Sie wird ihm Gelegenheit geben, ihr Herz besser kennen zu lernen und  der edle Beschützer braucht sich deshalb nicht zu verziehen. Bevor sie dem König Gattin werden konnte, war sie bereits Witwe. Klar denken kann sie ohnehin erst, wenn die Gefahr, die ihr durch Farnace droht, gebannt ist.

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Szene 3

Sifares Seele ist in Aufruhr. Die Worte der schönen Aspasia haben bereits erloschene Hoffnungen in ihm neu geweckt. Er wird sich anstrengen, sich des Lohnes würdig zu erweisen, auch wenn er ihn nicht bekommen sollte. Zwar kränkt es ihn, wenn Liebe ihm aus freiem Willen verweigert wird, aber ein frecher Rivalen dürfte seinen Zorn entfachen.

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Szene 4

Farnace ist ungeduldig. Wie lange wird die Umworbene seinem heftigen Begehren noch wiederstreben? Sie soll sich auf seine Seite schlagen. Der Thron von Pontos erwartet sie mit Ungeduld als Königin. Alle wünschen sie als seine Braut zu sehen. Vor dem Altar soll sie ihm die Hand reichen, damit man ihr voller Zuversicht das Diadem auf die Schläfen drückt. Der Sohn wird vollbringen, was dem Vater infolge seines altersschwachen Zustandes nicht mehr möglich ist. Die schöne Aspasia macht deutlich, dass sie nicht will. Um sich zur Wehr zu setzen, hat sie weder das Zepter noch die Soldaten, einzig ihr stolzes Herz. Dieses soll die Treue wahren, die es dem Vater schuldet. Niemals soll man sehen, wie die Auserwählte des Vaters dreist und frevlerisch dem Freunde Roms, dem feigen Farnace die Hand zum Bunde reichen wird. Wer sagt ihr, dass er ein Freund der Römer sei? Ein nichtiger Vorwand, den sie da erfindet! Zur Gattin will er sie und gegen seinen Willen sträubt sie sich vergeblich. – Hilfe! Sifare! Wo ist er?

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Szene 5

Jetzt beginnt Farnace das Herz der Undankbaren zu verstehen. Der Bruder missfällt ihr offenbar weniger, als er. Es dürfte der Grund ihrer Weigerung sein. – Sifare erklärt sich zum Beschützer der edlen Aspasia und wer sich anmaßt, ihr Herz zu unterdrücken, erweist sich als seines Zornes wert. – Sifare soll nach Kolchis gehen und sich mit seinen Vasallen unterhalten, denn hier könnte er durch seine Hand Blut und Leben lassen. – Beide legen die Hand an ihr Schwert, doch Aspasia gebietet Einhalt und hält klugerweise die verfeindeten Brüder auf gegenseitige Distanz.

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Szene 6 - 9

Arbate bittet die Prinzen, ihren Zorn zu zähmen, denn bewaffnete Schiffe bedecken bereits das ganze Meer. Mitridate ist unvermutet zurückgekehrt, um Kunde von sich selbst zu bringen. Jeder Zwist soll nun beiseite gelegt und jeder Streit beendet sein. Jetzt wird dem Erzeuger Ehre erwiesen! Der Hass im Herzen ist zu zähmen und Friede hat einzukehren. Der Vater wird es nicht verzeihen, wenn die Bruderliebe heute schweigt oder gar endet. Wie soll Arbate sie vor der Strenge des Königs schützen? Zur Begrüßung wird heute Eintracht vorgeführt.

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Verhängnisvolle Wiederkehr! Leb wohl Sifare! Schmerzlich pocht das Herz im Busen der zukünftigen Königin. Feucht von Tränen sind ihre Wimpern, denn das Leid zwingt sie zum Weinen. Farnace möchte sich zum Schein mit dem Bruder zusammentun und dem Vater die Tore der Stadt nicht öffnen. Der Böswillige hat es versäumt, gerechte Gesetze zu geben und nun soll die Enttäuschung sein Lohn sein. Sifare ist es jedoch gewohnt, dem Vater unterwürfig zu begegnen und kann nicht anderes, als gehorchen. Es wäre allerdings unpraktisch ihr gemeinsames Geheimnis zu verraten; der Bruder soll daher nicht plappern. Beide kommen überein, nichts zu tun, was beiden Schaden könnte und wollen lieb zueinander und zum Vater sein. Er soll nur kommen, der durch nichts zu besänftige Vater, wird drohen und schnauben. Beugen wird sich das Herz Farnaces seinem Zorn und Rasen nicht. Paktiert der Wütende etwa mit den Römern?

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Szene 10 - 11

Die Schlacht gegen die Römer hat Mitridate nicht gewonnen, immerhin kehrt er ehrenhaft und wohlbehalten nach Hause zurück und hat seine Zuversicht nicht verloren. Er begrüßt die heimatlichen Ufer und hat die Tochter des verbündeten Herrschers der Parther gleich mitgebracht. Der König soll seine düsteren Gedanken ruhen lassen und ihr seine beiden Söhne zum Gruße vorstellen, schlägt Ismene vor. Arbate, der mit Gefolge am Strand erschienen ist, erklärt, dass sie in Ehrfurcht und Liebe vom nahen Schloss herbeieilen und sich zu des Vaters Füßen stürzen werden. Der Kuss, den seine Söhne ihm auf die Hand, die bei ihnen sehr gefürchtet ist, drücken werden, soll ihm die Gefühle des Herzens zeigen. Die unglückselige Kunde von seinem angeblichen Tod hatten die Prinzen veranlasst, die Provinzen, in die sie befohlen worden waren, unerlaubterweise zu verlassen und geraten in Erklärungsnotstand. Nun freuen sie sich, denjenigen gesund wiederzusehen, den sie betrauert und beweint haben.

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Ismene begreift nicht, weshalb Farnace seine Wiedersehensfreude vor ihr verbirgt. Mitridate ist sich sicher, dass er sie liebt und eine Stütze in ihr sieht und ihm hilft, den wankenden Thron zu festigen – so behauptet jedenfalls der König. Farnace sei dabei, seine Seele auf den erhabenen Bund vorzubereiten, der seiner getroffenen Entscheidung entspricht und sich des Schicksals, welches auf ihn zukommt, würdig zu erzeigen. Aber warum ist er so kühl zu ihr? Unter das königliche Dach sollen die beiden Prinzen ihre Schritte lenken. Er hat mit Arbate noch etwas zu besprechen und wird bald folgen. Ismene trägt geheime Furcht im Busen, die sie ahnen lässt, dass ihr Herz in diesen Mauern nicht glücklich sein wird. Eigentlich sollte es brennen, doch wenn sie sich die Person anschaut, der ihr Gatte werden soll, bleiben Freude und Entzücken fern und Qual, die sie nicht versteht, macht sich in ihrem Herzen breit. Die finstere Braue und das Schweigen der Lippe bringen ihren seelischen Frieden in Gefahr und sagen nichts Gutes voraus.

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Szene 12 - 13

Mit Arbate ist der König sehr vertraut, so dass er ihm seine Besorgnis anvertrauen kann. Absichtlich hat er nach verhängnisvollem Kampf das Gerücht von seinem Tod verbreitet, damit ihm bei unverhoffter Wiederkehr die Schmach, die ihm seine Söhne bereiten wollen, nicht verborgen bleiben soll. Hat er richtig gehört, dass beide von seiner Auserwählten Liebe verlangen. Was weiß Arbate? Er soll sprechen und ihm sagen, welchem von beiden die Verworfene ihr Ohr geliehen hat.

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Arbate hält nicht hinter dem Berg und erzählt, dass Farnace - kaum dass er die Stadt betreten hat - zur Herzensdame geeilt ist, um zu ihr von Liebe zu sprechen. Seine Hand als Gatte hat er ihr angeboten, damit der Thron von Pontos voll Ungeduld gemeinsam in Besitz genommen werden kann. Der Ruchlose hat seiner Flamme nicht einmal Zeit gelassen, die Tränen zu vergießen, die sie seiner Asche schuldig sei, empört sich Arbate

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Bei Sifare hat Arbate keine Gefühlsregungen in Bezug auf die zukünftige Königin bemerkt, weil sein würdigerer Sohn seine Gedanken hauptsächlich auf Krieg und Rache gegen die Römer konzentriert. Er sei nach Ninfea geeilt, um das, was er für sein Erbe hält, mit Mut und der Kraft der Waffen zu verteidigen. – Arbate soll zu ihm eilen, um ihn der väterlichen Liebe zu versichern. Auf Farnace soll er sorgsam achten. Endlich kann Mitridate befreit aufatmen, dass sich zumindest einer seiner Söhne anständig aufgeführt hat und er nicht genötigt ist, den Zweitgeborenen als Nebenbuhler zu bestrafen. Sollte der andere, der ein Bewunderer der Römer ist, es wagen, die Zuneigung Aspasias, welche ihm gebührt, zu rauben, kann der Verräter etwas erleben.

Zweiter Akt:


Szene 1-2
Ismene macht Farnace eine Szene. Ist das die Liebe und Treue, die er ihr geschworen hat? Von weit her ist sie gekommen, um sich mit ihm zu verbinden und er tut so, als ob er sie gar nicht kennen würde. Als verlassene Geliebte fühlt sie sich. Farnace gibt sich keine Mühe zu widersprechen. Fern von ihr hat sich im Lauf der Zeit die Liebesglut verringert und einer anderen Platz gemacht. Als kluges Kind soll sie sich mit den Umständen abfinden und sich nach einem anderen Liebhaber umsehen.

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Genugtuung und Rache fordert diese Beleidigung! Ismene ist für den Thron geboren und so viele Throne stehen in der Weltgeschichte nicht herum, dass man leichtfertig auf Versprochenes verzichten könnte. Sie wird mit dem zukünftigen Schwiegervater reden müssen. – Ein leichtes Spiel wird sie haben, den König gegen den verhassten Sohn aufzubringen, aber das gewünschte Resultat wird sie nicht erzielen.

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Mitridate stimmt ihren Argumenten zu – der Vater ist gleichermaßen gekränkt – aber um den ungehorsamen Sohn hinzurichten, braucht er noch ein paar schlagkräftige Beweise. Er hat doch noch einen anderen Sohn. Ismene soll sich doch an diesen halten und Farnace vergessen. - Aber den Sifare liebt sie doch gar nicht! – Als ob das so wichtig wäre!

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Szene 3 - 4

Aspasia hat einen schweren Stand. Auf einen Wink des Königs ist sie herbeigeeilt. Wenn seine Wiederkehr für sie kein Unglück ist, soll ihm alles andere unwichtig sein! Sie trägt den Ring als Pfand ihrer Treue  zu ihm am Finger und daher weiß sie auch, was sie ihm schuldig ist. Im Tempel vor allen Leuten soll sie es endlich versichern!

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Er wird sie auf das Schiff mitnehmen, sobald sein Ruhm ihn wieder ruft. Mitridate passt es nicht, dass sie nur gezwungenermaßen mit ihm vor den Altar treten will. Die falschen Tränen nützen gar nichts. Er weiß, dass die Undankbare sich einem seiner Söhne zugewandt hat. Immerhin ist er froh, dass nicht sein Lieblingssöhnchen solcher unseliger Neigung frönt – Arbate hat es ihm versichert - denn dann würde der König erröten. Überhaupt kann er nicht darüber hinweg kommen, dass Farnace versucht, ihm die Braut zu rauben. Offenbar ist Aspasia ohne Tugend, weil sie den Frechen liebt, ohne sich ihrer Schuld bewusst zu sein. Sifare, dessen Treue niemals wankt, soll dem üblen Beispiel des Bruders nur nicht folgen, sondern ihn von des Übeltäters Hinterlist befreien. Die undankbare Aspasia darf er außerdem an ihre Pflicht erinnern, bevor verschmähte Liebe sich in Zorn und Wut verwandelt. Für Reue ist es dann zu spät. - Harte Worte, welche die naive Aspasia zum Nachdenken veranlassen werden.

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Szene 5 - 8

Sifare fragt Aspasia scheinheilig, ob es sein kann, dass Farnace die Ursache für den Zorn des Königs sei, nur deshalb weil er ihr teuer ist? Aspasia ist empört. Dem König verzeiht sie den Verdacht, ihm jedoch nicht. Er kennt doch ihre Einstellung, weshalb stellt er dumme Fragen? Sie betont, Farnace sei ihr nicht begehrenswert, sie hasse ihn. Versteht Sifare die Angebetete richtig, dass er gleichzeitig der Schuldige und der Glückliche ist? Recht hat er. Liebenswürdigkeit und Fürsorge des Prinzen haben ihre Seele verführt. Tyrannischen Geboten gehorchend, habe sie sich selbst nie klar äußern dürfen. Jetzt tut sie es!

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Der Statthalter erscheint und bittet alle Beteiligten zur Audienz, auch die Prinzessin der Parther soll als neutrale Zuschauerin ihre Meinung äußern. Der Schlag gegen den unehrenhaften Farnace wird zunächst aufgehoben, gibt der Aufgeschlossene preis. Aspasia rät Sifare, zu fliehen. Sie fürchtet, dass irgendwann ein unbedachter Seufzer ihrer Brust entfliehen könnte und das brächte Unheil auch über ihn. Immerhin hofft sie, dass die Flamme seiner Liebe rein flackert. Sifare meint, wenn sie sich beherrsche und in den Armen des Königs nicht plappere, kann auch nicht passieren. Aber wenn sie meint, dass es für ihn besser sei, zu gehen, damit sie nicht gefährdet ist, wird er sich verabschieden – natürlich schweren Herzens. Pflicht und Liebe zerreißen die Brust Aspasias, aber sie nimmt sich vor, der Tugend den Vorrang geben.

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Szene 9 - 12

Der Himmel soll dafür sorgen, dass der König in Farnace nur den Rivalen und nicht auch noch den Verräter findet. Im Feldlager rüstet man zu Asiens Rache gegen Rom. Nicht Aspasia, sondern Prinzessin Ismene wurde die Ehre zuteil, im Feldlager an das Königs Seite zu sitzen. Sie ist besorgt, dass Farnace böse Strafe erwarten wird, denn es hat den Anschein, dass er zu Gunsten Roms spioniert.

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Mitridate selbst geht es auch nicht so sehr darum, die beiden Herrscher in Rom zu bekämpfen, sondern er kann seinen Widersacher Pompejus nicht ausstehen. Deshalb will er Farnace über den Euphrat schicken, damit er Ruhm gewinnt, um den wankenden Thron für Ismene zu sichern, wozu der Prinz keine Lust hat. Er findet das Unterfangen wahnwitzig, weil er sich auf die wankelmütigen Parther nicht verlassen kann, selbst wenn er sich mit Ismene verbinden würde. Sifare dagegen möchte sehr gern am Tiber Lorbeeren sammeln und meint, dass Mitridate sein altersweißes Haupt nicht der Feigheit Farnaces anvertrauen sollte. Farnace ignoriert die Spitze und rät, das Friedensangebot anzunehmen, welches der römische Unterhändler Marzio vorzubringen hat. Der König und der Hofstaat sind empört, sie legen Farnace die Anwesenheit des Römers als Verrat aus und Mitridate lässt den Sohn einsperren, damit ihn die Qualen dort erwarten, wie es seinem Vergehen gemäß ist. Ohne ihn angehört zu haben, wird der Römer dahin zurückgeschickt, von wo er gekommen ist und soll froh sein, dass er ohne Strafe ausgeht. Marzio stellt für die erlittene Kränkung Roms in seiner Person bitterböse Vergeltung in Aussicht. Der König entschuldigt sich bei Ismene, die seine Entrüstung über den missratenen Sohn nunmehr teilt.

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Szene 13 - 14

Bevor Farnace abgeführt wird, klärt er seinen Vater auf, dass Sifare ebenfalls um Aspasias Liebe wirbt. Der Vater muss wissen, er hat zwei Rivalen, der andere ist sogar erfolgreich und hat Aspasias Gunst errungen. Über seinen Schaden soll der hämische Bruder nicht länger lachen können. Sifare bestreitet, aber der misstrauische Alte lässt sich nicht ohne weiteres beschwatzen. Wenn er herausfindet, dass Farnace recht hat, darf Sifare ihm im Turm Gesellschaft leisten.

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Der Gewitzte hat sich vorgenommen, den Lippen Aspasias die Wahrheit zu entreißen. Heuchlerisch klagt er, dass es wohl ein Fehler gewesen sei, sie als Gattin zu begehren. Der Altersunterschied sei doch zu groß und er möchte Fürsorge treffen. Wenn ihm im auf dem Schlachtfeld etwas zustößt, müsste er sie schutzlos zurücklassen. Deshalb sei es wohl besser, wenn einer seiner Söhne sie zum Weibe nähme. Er schlägt ihr Sifare vor, da Farnace ihrer nicht würdig sei. Aspasia erklärt, dass es ihr bestimmt sei, Mitridate zu heiraten und mit ihm wird sie vor den Altar treten. Er sieht, dass sie Sifare nicht nehmen möchte, weil auch er im Kampf gegen die Römer an der Seite des Königs kämpfen wird, also bleibt nur Farnace. Dem feigen Rebellen will er sie selbst in den Arm legen. Für Farnace ist ihr Herz niemals entbrannt, aber sein teurer Sohn Sifare, der ihm so ähnlich sieht - ihn kannte sie schon viel früher als den Vater - gegen diesen hätte sie nichts einzuwenden.

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Im Gesicht des Königs wechselt unablässig die Farbe. Aspasia merkt zu spät, dass sie seiner Rede auf den Leim gegangen ist. Der König will an Braut und Söhnen furchtbare Rache üben. Der gerechten Strenge Last wird alle drei zermalmen.

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Szene 15

Die schuldige Quelle seiner Leiden soll Sifare sofort bestrafen, fordert Aspasia. Den Dolch soll er nehmen und zustoßen, die Brust soll er ihr durchbohren. Sifare ist edel und schlägt vor, dass Aspasia ihre Überredungskünste einsetzen und sich überwinden soll, den König zu heiraten. Er selbst will mit seinem Blut alles sühnen. Aspasia kann sich jedoch nicht entschließen, das Ungeheuer, welches ihrer beider Liebe trennt, zu ehelichen. Nie wird sie sich mit der Hand verbinden, die noch vom Blute es erschlagenen Geliebten raucht. Die letzten Züge des Geliebten will sie noch einmal anschauen, und dann die Schwelle zur Unterwelt überschreiten. Beide planen gemeinsam zu sterben und warten darauf, dass das Übermaß der Schmerzen ihnen von allein das Lebenslicht ausbläst.

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Dritter Akt:

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Szene 1

Aspasia hatte einen Wutanfall und das kostbare Diadem zerbrochen. Eigentlich wollte sie sich mit dem Wertstück selbst die Kehle zudrücken, die Bänder waren jedoch aus minderwertigem Stoff und sind beim Versuch gerissen. Die eitle Pracht des Hauptes wirft sie nun Mitridate temperamentvoll vor die Füße. Ein Amoklauf, denn Mitridate hatte bekanntlich zuvor verkündet, dass sein Zorn keinen Unterschied kennt, zuerst komme aber Sifare an die Reihe. Ismene, verträglich und milden Herzens, erweist sich als Glücksfall. Die Freigeborene legt Fürsprache für alle ein und ihr sanftes Wesen führt zum Erfolg. Sie argumentiert, dass der Entgleiste am Ende auch nicht glücklicher sei, wenn er die Söhne und die Geliebte zum Hades schicken würde. Schließlich sollen die beiden männlichen Nachkommen im Schlachtgetümmel effizient eingesetzt werden und man muss auf sie zurückgreifen können. Ein kluges Mädchen! Über verratene Liebe kann Ismene selbst ein Liedchen singen, mit seinen schmerzlichen Empfindungen ist der König somit nicht allein.

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Szene 2 - 6

Mitridate will Aspasia schonen, wenn sie ihn unverzüglich heiratet. Die Umworbene verhält sich zickig und ist nicht bereit. Überschäumend vor Edelmut macht sie einen völlig unrealistischen Gegenvorschlag: Sifare soll der König schonen und sie allein büßen lassen. Darin sieht Mitridate für sich keinen Nutzen und sein Problem wäre nicht gelöst. Also beschließt er, allen dreien den Kopf abzuhacken.

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In die Szene platzt Arbate mit der Botschaft, dass römische Schiffe in den Hafen eingelaufen und die Scharen von Waffenträgern bereits an Land gegangen seien und dem königlichen Palast zustreben. Mitridate hat jetzt andere Dinge zu tun, als sich mit den Allüren eines ungetreuen Weibes abzugeben, gibt seinem Laboranten aber vor Verlassen des Palastes noch Weisung, einen bekömmlichen Giftbecher zu mixen. Die Tränen rinnen Aspasia von der Wimper und überschwemmen Herz und Fußboden. Das Trinkgefäss wird mit Stil überreicht und bevor sie den ersten Schluck zu sich nehmen will, singt Aspasia die wunderschöne Cavantine: „Pallid ombre....“ Ist es Zufall oder ein wohlwollendes Schicksal? Ismene hatte mutig seine Fesseln gelöst und Sifare steht plötzlich im Zimmer. Er glaubt nicht an ihren Durst und schlägt Aspasia das Trinkgefäß aus der Hand, so dass der Todestrunk in den kostbaren Teppich sickert. Aspasia ist völlig aufgelöst: Sieht der Ungeschickte nicht, dass er den Vater erneut beleidigt? Die Verstörte soll auf ihr Leben selbst ein bisschen acht geben, denn er muss sofort wieder weg, um an der Seite des Vaters das Schwert zu schwingen.

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Aspasia bleibt die Verwunderung im Halse stecken über so viel Sohnesliebe. Auch wenn des Schicksals gnadenlose Strenge die Treue manchmal wanken lässt - sagt er - so soll doch im Tode wenigstens die Reinheit seiner Seele sich offenbaren. Eine durchaus korrekte Lebenseinstellung!

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Szene 7 - 9

Der Erstgeborene sitzt, anstatt auf seinem Thron auf einem Stein und die Füße sind in Ketten gelegt. Sein römischer Freund hat sich auf nationale Tugenden besonnen und ihn nicht vergessen. Flink befreit er ihn von den Fesseln, die seine Bewegungsfreiheit behindern. Marzio erstattet Bericht, wie er in treuer Anhänglichkeit die Segel gesetzt und die Anker gelichtet hat. Zornentbrannt ist er nach Ninfea geeilt um zu seiner Befreiung herbeizueilen. In panischer Angst sind die Wächter von den Zinnen geflohen und unter dem schweren Stoß der Eisenstangen wurden die Mauern niedergerissen. Ein Volk von Helden schnaubt nun nach Rache und lässt sich keinesfalls verschaukeln. Wenn der hochmütige König noch am Leben ist – notfalls auch tot - soll er als höchste Siegesbeute nach Rom geschafft werden. Marzo wird den Kronprinzen nun zum Thron geleiten, den Rom ihm heute schenkt, falls es ihn nach der Herrschaft drängt.

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Noch ahnt Marzio nicht, dass der listige Farnace ihm seine Schiffe in Brand stecken wird und seine Heimreise problematisch wird. Die feine Art legt Farnace nicht an den Tag, aber es ist auch verständlich, dass er nicht als Vasall der Römer regieren möchte, zumal die Schlacht noch nicht entschieden ist.

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Szene 10

Mitridate wird auf den Schilden der Soldaten schwer verletzt in seinen Palast getragen. Unbedacht und voreilig hatte er geargwöhnt, den Kampf zu verlieren und sich in sein Schwert gestürzt, um nicht lebend in die Hände des Feindes zu fallen. Von dem Anschlag auf die brennenden Schiffe erfuhr er erst viel später und klagt nun, dass seinen Lungen es nicht vergönnt sei, den Brandgeruch einzuatmen.

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Mitridate weiß die Tapferkeit Sifares zu schätzen, und weil er sowieso sterben muss, verzeiht er ihm aus praktischen Erwägungen die Liebesbeziehung zu seiner lockeren Aspasia. Als Belohnung darf er sie heiraten und mit ihr den Thron besteigen, bevor andere zuvor kommen.

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Szene 11

Jetzt muss noch der schuldbeladene Farnace bestraft werden, meint Sifare. Doch jetzt schaltet Ismene sich energisch ein. War es nicht Farnace der das Feuer an die feindlichen Schiffe gelegt hat? Zum Schaden Roms hat er gehandelt, wenn er die Waffen annahm, die er von dort bekommen hat. Er dürfte wohl ausreichend rehabilitiert sein, so dass Bestrafung jeder Grundlage entbehre.

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Schließlich möchte Ismene, die eine weite Reise angetreten hatte, nicht leer ausgehen. Bleibt dem Opernpublikum nun zu hoffen, dass sie die Flamme der Liebe in der Brust Farnaces sich erneut entzünden wird. Mit dem Thron der Parther als kleine Zugabe müsste es eigentlich klappen. Beide Brüder im gleichen Haushalt ergeben keinen Sinn und programmieren lebenslange Anspannung.

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Szene 12

Der Chor hat einmal mehr ein großes Mundwerk und protzt, dass man sich dem Kapitol in Rom niemals beugen und dem zügellosen Stolz der Römer, die der ganzen Welt die Freiheit entziehen, energischen Widerstand entgegensetzen wird.

 


ein Bild

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Anmerkungen:

Die Oper wurde vom Generalgouverneurs der Lombardei dem 14-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart mit Zustimmung des Vaters in Auftrag gegeben.  Es war vertraglich festgelegt, dass zu Weihnachten 1770 die Oper fertig sein sollte. Allzuviel Zeit verblieb Wolfgang nicht, denn er erhielt das Textbuch vom Mailänder Dichter Cigna-Santi erst am 27. Juli 1770 zugestellt. Mit dem Komponieren im Eiltempo begann Wolfgang erst im September in Bologna. Insbesondere wegen seiner Jugend stieß er vielfach auf Ablehnung, weil man einem 14-jährigen eine solche monumentale Aufgabe nicht zutraute, obwohl er ein Empfehlungsschreiben von Johann Adolf Hasse vorweisen konnte. Die Primadonna der Uraufführung war allerdings außer sich vor Freude, dass Wolfgang ihr solche herrlichen Arien „auf den Leib geschnitten hatte“.

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Das Libretto nach einem Vorwurf des beliebten französischen Klassikers Jean Racine war auch nicht exklusiv für ihn geschrieben, sondern der Komponist Quirino Gasparini hatte es schon drei Jahre zuvor vertont. Die Messlatte war also sehr hoch angesetzt, zumal auch zu dieser Zeit die Komponisten Galuppi und Piccini ihre vorzüglichen Werke auf den Markt warfen.

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Mozarts „Mitridate“ hat die Zeiten überdauert, das gleiche Werk von Gasparini nicht. Trotz höchster Anforderungen, die an die Inszenierung und die Sänger gestellt werden, greifen die Opernhäuser gern auf das Frühwerk zurück. Fünf hochkarätige Primadonnen sind gefordert, ihre Koloraturketten einem aufmerksamem Publikum als Ohrenschmaus vorzuführen und ein strahlender Tenor darf mit geschmeidiger Stimme das Bühnenalter des noch rüstigen Königs retuschieren.

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Der historische Mithridates VI  Eupator 111-63 vor Chr. war ein wahres Scheusal. Er beherrschte ganz Kleinasien und unter römischem Druck zog er sich erst in den letzten Jahren seines Lebens in das Königreich Pontos zurück. In die Geschichte eingegangen ist „Die Vesper von Ephesos“ in der er an einem einzigen Tage 80.000 Römer und Italiker kaltblütig ermorden und den Aufstand ausrufen ließ. Marius und Sulla hatten in Rom ihre persönlichen Auseinandersetzungen auszutragen und dort einen Bürgerkrieg entfacht, der ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, so dass die militärische Auseinandersetzung mit Mithridates erst viel später unter Pompejus stattfand und für den ersteren verhältnismäßig glimpflich ausfiel.

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Musirony 2006 – Engelbert Hellen  

 


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