musirony - Lakmé - Part 2
 

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Schöne Oper - Gern gehört

Datura-Blume, giftig
ein Bild

Léo Delibes [1836-1891]

Lakmé 


Oper in drei Akten

Libretto von Edmond Gondinet und Philippe Gille

in französischer Sprache nach der Erzählung ‚Le mariage de Loti’

 

Uraufführung am 14. April 1883 an der Opéra-Comique Paris

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Dauer etwa 120 Minuten


Personen:      

Lakmé,                       Tempelpriesterin, Tochter Nikalanthas

Gerald,                        Englischer Offizier

Nikalantha                  Bramahne, Oberpriester

Mallika                        Dienerin Lakmés

Hadji                     Diener Nikalanthas

Frederick                     Geralds Kamerad

Miss Bentson              Gouvernante von Ellen und Rose

Ellen                           Verlobte von Gerald

Rose                           Verlobte von  Frederick

und weitere               Tempelbesucher, Marktvolk, Seeleute 

..

Das Geschehen spielt in Indien während der britischen Kolonialzeit

 

ein Bild 


 

 

HANDLUNG - Fortsetzung von Blatt 1

 

Dritter Akt:

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Szene 23

Die weiße Ringeltaube ist davon gepflogen. Lakmé ruft nach ihr, sie  möge ihre Schwingen in Bewegung setzten, zurückkommen und süße Liebe mitbringen. Unter einem Himmel voller Sterne erfährt das Liebesduett von Lakmé und Gerald einen zweiten Aufguss. In der verschwiegenen kleinen Bambushütte, eingehüllt in Kriechpflanzen und Blumen, hat sie dem Liebsten aus Blättern ein Lager bereitet. Die Töchter Bramahs werden in der Heilkunde schon als Kind unterwiesen, deshalb konnte die Messerwunde durch Einreiben mit Blumensäften sich bald schließen. Gerald erwacht aus friedlichem Schlummer und versucht, sich zu erinnern. Das Festival in der Stadt kommt ihm in den Sinn. Versunken in Ekstase waren seine Gedanken bei Lakmé, als der Blitz eines Dolches aufzuckte und es Nacht um ihn wurde. Lakmé ergänzt, dass Hadji seinen Körper schulterte und mit ihm durch die Nacht geglitten ist. In der Bambushütte angekommen, beugte Lakmé sich über den Verletzten, massierte das Herz bis die Starre sich auflöste. Mit den Lippen hat sie die Atmung eingeleitet und Brahma gedankt, dass er ihr den Liebsten wiedergegeben hat. Das Aroma wildwachsender Blumen füllt nun das anfällige Herz und die weiße Ringeltaube ist vorbeigezogen. Nun wollen sie sich noch tiefer in den Dschungel zurückziehen, um von dem Treiben der Welt Abstand zu gewinnen. Dort wird sie ihn in die Geheimnisse der indischen Religion einführen und von der göttlichen Dreifaltigkeit sprechen. Eine Hymne zu Ehren von Durga, Vishnu und Ganesha, vor denen alle zittern,  werden sie anstimmen und den Unsterblichen danken, dass sie Milde ausgebreitet und sie zusammenführten. Dem Opernchor gefällt der Vorschlag, denn er fängt bereits an, zu summen. Ah, Ah!

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Durga
ein Bild

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Szene 24

Lakmé hat sich entschlossen, zur heiligen Quelle zu eilen, um frisches Wasser zu schöpfen. Plötzlich steht Frederick vor der Hütte. Er brauchte nur den Blutstropfen zu folgen und hat über den niedergetretenen Farn den Weg zur versteckten Hütte leicht gefunden. Der Besorgte dachte schon, er sei tot. Was macht Gerald hier? Nun er träumt. Frederick hat Neuigkeiten: Das Land befindet sich in Aufruhr. Eine Revolte muss niedergeschlagen werden. In wenigen Stunden wird die Truppe von hier wegziehen. Gerald erzählt, dass er von dem Charme und der Liebe Lakmés, die ihn in die Welt der Lebenden zurückgebracht habe, berauscht sei. Frederick kennt diese leuchtende Trunkenheit auch, betrachtet sie aber nur als vorübergehenden Zustand. Es sind die Küsse des Frühlings, die man nicht wichtig nehmen sollte. Leidenschaftlich und sprunghaft sind sie und die Schläge der Reue folgen bald nach. Gerald führt an, dass in Lakmés Herz die erste Liebe erwacht sei und sie sich selbst ganz gibt. Frederick wertet ab, dass Kinder dieser Kategorie zu einer ernsthaften Bindung nicht tauglich seien. Was ist mit Miss Ellen? Die Macht der Verzauberung reicht an Ellen nicht heran. Gerald erinnert Harald an seine Aufgabe und an seine Pflicht. Hat er vergessen, dass die englischen Soldaten die besten auf der Welt sind? Morgen geht es in die Schlacht. In einer Stunde brechen die Kameraden auf. Wird Gerald dabei sein? Er wird dabei sein! Fredericks Argumente haben gewirkt und er begibt sich zuversichtlich auf den Rückweg. Er hat den Freund zurückgewonnen. Nun ist er wieder der Alte.

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Szene 25

Lakmé besuchte die Quelle und kommt mit dem gefüllten Becher zurück. Sie erklärt, wenn ein liebendes Paar gemeinsam aus dem Becher das heilige Wasser getrunken hat, ist es vereinigt für immer. Sie hat von Fredericks Anwesenheit nichts mitbekommen, aber Gerald kommt ihr plötzlich verändert vor. Ihre Besorgnis bringt sie zum Ausdruck. Er ist nicht mehr der Mensch, den sie soeben verlassen hat. Eine Wolke zeige sich auf seinem Gesicht und wenn er spricht befindet sich seine Seele nicht mehr auf seinen Lippen. Sein Blick hat nicht mehr die Leidenschaft, die sie in Flammen versetzte. Es hat gefroren! Er quittiert, dass auch sie nicht mehr das charmante Kind sei, an welches er sich gewöhnt hatte. Möchte er nicht mehr, dass ihr Schicksal zu dem seinen gelenkt sei. Gerald erklärt, dass er das wünscht, was sie vorschlägt. Sie möchte sein Lächeln sehen. Weiß Gerald was ein Eid ist? In diesem Moment zieht die Kompanie Geralds am jenseitigen Flussufer vorbei. Die Militärmusik nimmt Gerald voll in Anspruch und es drängt ihn zu den Seinen. Zu den Waffen! Victoria für England! Sein Herz springt. Lakmé macht sich nichts vor. Sein Land tut sich vor ihm auf. Ihr Herz ist gebrochen. Alles ist aus.

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Szene 26-27

Geralds Beachtung ist voll auf das vorbeiziehende Militär gerichtet. Von ihm unbemerkt pflückt die Verlassene lächelnd eine Datura-Blume und beißt hinein. Plötzlich wird er aufmerksam. Lakmé, was ist los? Er gab ihr den süßesten Traum, den man unter dem Himmel haben kann. Er soll jetzt bei ihr bleiben, damit sie weitab von der Welt diesen Traum noch einmal auskosten kann. Worte der Liebe sprach er zu ihr, welche die Inder nicht kennen. Er trug die Verzückung wispernder Bekenntnisse an sie heran. Nun wird ihre Seele sich von allen Dingen zurückziehen. Hier ist der Becher, aus dem sie getrunken hat. Er soll ihn an die Lippen führen und ihre Liebe wird unsterblich sein. Es ist die Hochzeit ihrer Liebe. Jeder Schatten von Bitterkeit ist verflogen. Niemals mehr wird eine Träne den Anblick von ihm verschleiern. Er soll kein Gelübde leisten, welches zu schwer ist, es einzuhalten. Nun möchte sie in seinen Armen sterben. Es ist nicht der Tod, der sie trennt, sie wird immer bei ihm sein.

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Nikalantha erscheint und sieht die sterbende Tochter. Mit schwacher Stimme kann sie dem zürnenden Vater noch erklären, dass Gerald aus dem Elfenbeinbecher mit ihr das Wasser aus der heiligen Quelle getrunken hat und ihr Mann damit für seine Rachegelüste unantastbar geworden ist.

 


ein Bild Ganescha

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Anmerkungen:

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fühlte sich der Europäer von der Kultur fremder Länder mächtig angezogen. Diese Affinität schlug sich in der Bildenden und auch in der Darstellenden Kunst nieder. Zwischen den arabischen Ländern und dem Fernen Osten lag der Subkontinent Indien mit der Fremdartigkeit seiner Architektur, seiner Götterwelt und seiner Menschen. Insbesondere die französischen Komponisten fühlten sich berufen, diese mit den Mitteln des Musiktheaters zu interpretieren. Mit Lakmé schuf Leo Delibes ein Meisterwerk, welches auch im Zeitalter der Technik in  seiner Monumentalität. seiner Exotik und seinen Empfindungen seinen Reiz nicht verloren hat.   

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© MUSIRONY  Juli 2007– Engelbert Hellen   


CD-Empfehlung:  http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/8641991/rk/home/rsk/hitlist .

 

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