musirony - Till Eulenspiegel
 

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Zauber des Balletts






Richard Strauss [1864-1949]

Till Eulenspiegel



Komisch-dramatisches Ballett in einem Akt

Libretto von Waslav Nijinsky in Zusammenarbeit mit dem Komponisten

Dauer der Aufführung etwa 20 Minuten

Uraufführung
am 23. Okt. 1916, Manhattan Opera House

Choreographie: Waslaw Nijinsky
Bühnenbild: Robert Edmund Jones
Kostüme: Robert Edmund Jones
Ballett-Kompanie: Balletts Russes (ohne Serge Diaghilew)
Ausführende:
Waslaw Nijinsky – Flora Revalles – Lydia Sokolowa
      

Personen:
Till Eulenspiegel – Schlossherrin – Obstverkäuferin

Gebürtig kam Till Eulenspiege aus der Gegend von Braunschweig
und zog im 14. Jahrhundert durch die deutschen Lande und flandern.

Personen:
Till Eulenspiegel – Schlossherrin – Obstverkäuferin
und weitere

Gebürtig kommt Till Eulenspiegel aus der Gegend von Braunschweig und zog durch die deutschen Lande und Flandern.




                                                    
                                       Waslaw Nijinsky



INHALTSANGABE
 

Den Schalk, der mit seinem boshaften hintergründigen Humor die mittelalterlichen deutschen Kleinstädte verunsicherte, muss man sich so vorstellen, wie er auf den zahlreichen Denkmälern dargestellt ist - mit enganliegenden grünen Hosen, spitzen Schuhen und auf dem Kopf die Schellenkappe mit den Eselsohren. Eine Idealgestalt für ein Ballett und der Marktplatz des türmebewehrten Braunschweig ist eine phantastische Kulisse. Dort bewegen sich Menschen aller sozialen Schichten: Händler und Bauern, Gelehrte und Geistliche, Adelige Damen und ihre Kavaliere, Begüterte und Bettler.

Allen galt seine Aufmerksamkeit, aber nicht allen seine Bosheit. Den Privilegierten setzte er zu und den Minderbemittelten galt sein Mitgefühl. Seine geistige Überlegenheit erlaubte es ihm, es mit den Gelehrten aufzunehmen und seine Wendigkeit in der Ausführung seiner Ränke zeugt von unnachahmlichem Humor.

Die Geschädigten fluchten ihm und der Bürgermeister hatte die Anzeigenflut der Geprellten zu bewältigen. Mal war es die Obstverkäuferin, der er den Stand umgestoßen hatte, damit die Hungrigen das Fallobst einsammeln konnten oder der Konditor, dessen Korb er ausgeleert und die Backwaren auf dem Kopfsteinpflaster verteilt hatte. Auch die Schlossherrin, welche gerade aus der Kirche kam, blieb von seinem feinsinnigen Spott nicht verschont. Ehe sie und ihre Kavaliere die Hintergründigkeit seiner Anspielungen auf ihren Dünkel verstanden, hatte er sich durch Flucht entzogen. Die Geschwindigkeit, sich bei Gefahr blitzschnell zu entfernen, war eine seiner wesentlichen Fertigkeiten. Schelmenstreiche und die daraus resultierenden Klagen der Geschädigten häuften sich, so dass die Obrigkeit gezwungen war, ihn zu jagen. Er hatte wirklich alle gegen sich aufgebracht und sich sogar über die Liebe lustig gemacht.

Doch es gab auch viele Freunde, die ihn auf den Schultern über den Marktplatz trugen. Zuviel der Dreistigkeit! Die Inquisition greift nach ihm und es drohte der Tod durch Erhängen. Die Schlinge um den Hals, das Gesicht verzerrt, sieht es so aus, dass sein letztes Stündlein geschlagen hat. Doch der Tod ist ihm wohlgesonnen - er will ihn noch nicht so richtig. In einer Flut von Luftballons verschwindet der Spaßmacher, um sich in den Wolken zu zeigen. Die Menschen erwarten, dass der Schalk wie Petruschka ewig weiterleben möge.

Anmerkungen:       

Der ‚Till Eulenspiegel’ war Nijinskys letztes Werk und er befand sich auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Reife, bevor eine furchtbare Geisteskrankheit nach ihm griff und seinem Schaffen ein jähes Ende setzte. Es gab nur einige wenige Aufführungen in den Vereinigten Staaten, doch Zeitgenossen berichten, dass dem Tänzer mit seiner unwiderstehlichen Komik das Porträt eines Spaßvogels gelang, welches in seiner Vielschichtigkeit noch über die Charakterstudie von Strawinskys Petruschka zu stellen sei.

Es ist allein Nijinskys Werk, die mittelalterliche Legende von Till Eulenspiegels lustigen Streichen in ein Ballett zu gießen. Obwohl von seiner Kompanie getanzt, hat Diaghilew diesmal keinen Anteil am Schöpfungsprozess - er hat die Aufführung nicht einmal gesehen. Der Mär von Ulenspiegel und Lamme Goedzak liegt die Romanvorlage des flämischen Dichters Charles de Coster zugrunde nach der Richard Strauss auch seine Sinfonische Dichtung schuf. Die Umbildung zu einem Ballett geschah einverständlich und in Zusammenarbeit mit dem Komponisten.

Den Deutschen liegt das Volksbuch des Braunschweigers Hermann Bote, der im 16. Jahrhundert die Schwänke des Possenreißers aufzeichnete, näher als das Literaturdenkmal des Belgiers. Der historische Till Eulenspiegel soll allerdings im Heiliggeist Hospital zu Mölln in Schleswig-Holstein eines natürlichen Todes gestorben sein. Sein Weiterleben im Kollektivbewusstsein der Menschen beruht darauf, dass der Schalk die Missstände seiner Zeit ans Licht zerrte und  anprangerte. Die Mächtigen wurden verunglimpft und den Armen Vorteile zugeschoben. Solche Geschichten sind von jeher im Volk beliebt.

***
musirony 2008 - Engelbert Hellen












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