musirony - Pierrot lunaire
 

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Zauber des Balletts


Arnold Schönberg [1874-1951]

Pierrot lunaire


Choreographiertes Vokalwerk

in Anlehnung an die Commedia dell'arte


Uraufführung
am 5.
Mai 1962 am Fashion Institute of Technology New York        

Choreographie: Glen Tetley
Ausstattung: Rouben Ter-Aruntunian
Formation: Glen Tetley Companie

Charaktere
Pierrot, Columbina, Brighella    



HANDLUNG

Pierrot trägt ein flatterndes weißes Kleid und umschwärmt Columbina. Verhält er sich aktiv, tut die Kapriziöse so, als ob sie nichts von ihm wissen will. Ist er untätig, hält sie es nicht aus und versucht mit irgendwelchen dümmlichen Aktivitäten sein Interesse zu wecken. Verliert er das Maß, setzt es eine Ohrfeige. In Nachtgewand und Schlafhaube versucht sie erneut, ihn für sich zu interessieren. Pierrot lässt sich auf das Spielchen ein.

Brighella ist ein Angeber. Er trägt ein grünes Kleid mit schwarzen Streifen und eine schwarze Gesichtsmaske. Columbina ist er nicht geheuer und sie verschwindet für eine Weile. Der Ankömmling versucht, den Harlekin zu belehren, wie man mit einem Schwert umgeht. Der Fechtmeister handhabt die Waffe äußerst robust. Pierrot tut so, als ob er tödlich getroffen sei, um den körperlichen Anstrengungen des Fechtspieles zu entgehen.

Columbina kann es nicht ertragen, wenn man sie unbeachtet lässt. Sie hat sich ganz in Rot gekleidet und trägt einen weißen Gesichtsschleier. Brighella reißt ihn ihr weg und bietet die Aufgetakelte Pierrot als Liebchen an. Sie lachen ihn anschließend aus, weil er tatsächlich glaubt, die beiden meinen es ernst.

Jetzt versuchen sie mit Pierrot ein neues Spielchen. Die beiden umwickeln ihn mit Schnüren, um ihn vom Gerüst aus wie eine Marionette auf und ab zu ziehen. Bald sinkt Pierrot erschöpft zu Boden und Brighella probiert seine Kleider an. Der Beraubte möchte sie zurückhaben, bekommt allerdings nur den Hut. Diesen wirft er weg und steigt auf das Gerüst, um sich bei den beiden kumpelhaft unterzuhaken.

Anmerkung:

Glenn Tetley hatte für seine erste größere Choreographie zur Musik von Arnold Schönberg gegriffen. Von der Essenz des Pierrot lunaire ist allerdings wenig übriggeblieben. Das Vokalwerk des Österreichers basiert auf den Gedichten von Albert Giraud, die sehr akzentuiert in exakt ausgeklügelter Tonhöhe gesprochen werden müssen. Lässt man die Lyrik weg, bricht man der Schönbergschen Komposition das Rückgrat und was bleibt, ist ein bisschen spätromantischer Magerquark. Mit drei Personen besetzt und einem Klettergerüst als Bühnenbild, reicht die musikalische Substanz jedoch aus, um den bescheiden anmutenden, in Wahrheit aber gepfefferten Handlungsablauf zu illustrieren.

Pierrot ist nicht mehr ‚lunaire’, sondert ganz schlicht und einfach aus der Commedia dell’arte geraubt worden. Er hat unter seinen beiden Artgenossen Columbina, der Ballerina und dem Intriganten und Draufgänger Brighella viel zu leiden. Gelassen nimmt er die üblen Scherze, die man mit ihm aufstellt, hin und denkt, dass man die unbehaglichen Dinge dieser Welt ertragen muss. In Columbina ist er verliebt und die Gesellschaft Brighellas braucht er - sonst ist der traurige Pierrot einsam und allein und weiß nichts mit sich anzufangen.

So wie mit ihm, wird mit vielen Menschen umgegangen. Sie ignorieren es einfach und machen freundliche Miene zum bösen Spiel, weil sie entweder zu ungeübt oder zu träge sind, sich zur Wehr zu setzen - oder sich ihres eigenen Stellenwertes nicht bewusst sind.

***
musirony 2007 - Engelbert Hellen



                                               
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