musirony - Testoride Argonauta
 

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Schöne Oper - kaum bekannt




João de Sousa Carvalho [1745-1798]

Testoride Argonauta

König der Argonauten


 Oper in zwei Akten

italienisch gesungen

Libretto von Gaetano Martinelli

Uraufführung am 5. Juli 1780 in Queluz


“Testoride Argonauta”, ein Drama zur Aufführung am königlichen Theater von Queluz, zum Geburtstag seiner Majestät, Don Pedro III, 5. Juli 1780           


Personen:


Icaro, König der Karier
Testoride, König der Argonauten
Irene, seine Tochter
Leucippo. sein Sohn
Nicea, Icaros Schwester

Das Geschehen spielt an den  Küsten der Ägäis, Jahrhunderte vor der Zeitenwende



INHALTSANGABE

Vorgeschichte: 

Zwischen Testoride, dem König der Argonauten und Icaro, dem König von Karien, herrscht bittere Rivalität. Nach einem langen Krieg gegen seinen Feind hatte Testoride den Sieg davongetragen und kehrte in seine Heimat zurück. Als er nach Hause kommt, machte er eine furchtbare Entdeckung. Seine geliebte Tochter Irene war von Piraten geraubt worden. Verkauft haben sie das Mädchen an seinen Erzfeind Icaro. 

Testoride setzt die Segel, um seine Tochter zu suchen. Er gerät in einen Sturm und sein Schiff wird auf das Ufer der Küste Kariens geworfen, dem Land, in welchem Icaro als König herrscht. Von der Küstenwache wird Testoride gefangengenommen und eingekerkert. Als König der Argonauten nicht erkannt, wird er lediglich als Grieche identifiziert und somit als Feind behandelt. 

Testorides Sohn Calcante hatte sich ebenfalls aufgemacht, um seine Schwester zu suchen. Unter dem falschen Namen Leucippo ist er an Icaros Hof gekommen, wo ihm ein herzlicher Empfang bereitet worden ist. Er befindet sich an einem Ort, an dem er in absolutem Frieden leben kann, weil niemand ihn als Griechen ausgemacht hat. 

Zwischenzeitlich hat König Icaro dem schönen Sklavenmädchen Irene sein Herz zugewandt und ignoriert großzügig, dass er die Tochter seines Gegners favorisiert. 

Erster Akt: 


Der Tag ist angebrochen, an dem der König von Karien seine Hochzeit mit der schönen Irene, dem Mädchen, welches er von den Piraten gekauft hat, bekannt geben möchte. Nicea, die Schwester des Königs fühlt sich Leucippo, der als Gast am Hofe weilt, verbunden und bekennt sich zu ihrer Liebe. 

Der Letztgenannte, kann sich jedoch nicht entschließen, die Zuneigung  zu erwidern, weil er als Grieche empfindet und emotionale Probleme unausweichlich sein würden. Irene erscheint vor dem König und bittet in Form eines Gnadenaktes am Tag ihrer Hochzeit alle griechischen Gefangenen in die Freiheit zu entlassen. 

Einer von diesen Gefangenen, aber von den Kariern nicht erkannt, ist König Testoride. Es kommt zur Begegnung mit seinen Kindern, die glücklich sind, ihren alten Vater wiederzusehen. Dieser gibt Aufschluss über alle Widrigkeiten, die vorgefallen sind und möchte mit seiner Familie aus Kleinasien fliehen. Diese unvermutete und überraschte Wende flößt Irene Angst ein. Zerrissen zwischen dem Gehorsam zu ihrem Vater und der Liebe zu ihrem zukünftigen königlichen Gemahl zeigt sich ihre Unentschlossenheit in ihrem bedrückten Verhalten. Icaro nimmt die Entfremdung in der intakten Beziehung wahr und argwöhnt, dass Irene ihn verraten will. 

Zweiter Akt: 

In einem Gemach des Palastes treffen sich die Geschwister. Leucippo versucht ebenfalls Irene zu überzeugen, mit ihm und dem Vater zu fliehen. Schließlich, durch die Ausführungen ihres Bruders psychologisch unter Druck gesetzt, entscheidet sich Irene, ihren geliebten Icaro zu verlassen, um gemeinsam mit ihren Angehörigen in die Heimat zurückzukehren. 

Der Dialog von Bruder und Schwester wird von Nicea heimlich abgehört. Die Lauscherin argwöhnt, dass Leucippo und Irene ein liebendes Paar sind. Erfüllt von Zorn und Eifersucht, verrät sie dem König den Plan ihrer Flucht. Icaro überwindet seine Betrübnis und unter dem Aspekt der Voreingenommenheit sucht er das Gespräch mit Irene, von der er annimmt, das sie ihn betrügt. Irene will sich nicht erklären und schürt unbeabsichtigt das Misstrauen des geliebten Menschen. 

Durch die Ermahnungen des Vaters und ihres Bruders in die Enge getrieben, ist Irene bereit aus kindlicher Anhänglichkeit an ihre Familie ihre Liebe zu opfern. Die heimliche Abreise ist schließlich beschlossen und die Vorbereitungen sind getroffen. 

Die Flucht wird entdeckt und in dem Moment, als die Ausreisewilligen das Schiff besteigen wollen, werden sie gefangengesetzt. Angsterfüllt sagen sie sich gegenseitig Lebewohl und offenbaren der Umwelt auf diese Weise unbewusst ihre Identität und den Bezug, welcher sie zusammenbindet. 

Der König realisiert Hintergrund und Sachverhalt. Er verzeiht Irene, dass sie ihn verlassen wollte, weil kindliche Zuneigung und keine verräterische Absicht das Motiv ihres Handelns ausmachte. 

Es kommt zwischen den Beteiligten zu einer klärenden Aussprache. Eine eheliche Verbindung – zwei Hochzeiten wären noch besser - könnte der Sicherung des Landesfriedens nur nützlich sein. Die Freundschaft zwischen Kleinasien und dem Peloponnes werden besiegelt. 

Die Oper endet mit einem Chor zum Lobe des Königs von Portugal. 

Anmerkungen: 


Das Operschaffen portugiesischer Komponisten orientierte sich grundsätzlich an der italienischen Schule. Deshalb sind Werke in portugiesischer Sprache äußerst selten. 

Der Italiener Gaetano Martinelli war der offizielle Hoflibrettist. Bevor er nach Lissabon ging, bekleidete er die Position des Direktors der Opern-Kompanie des Herzogs von Württemberg. 

Mit der Argnauten-Sage unter ihrem Führer Jason hat das vorliegende Libretto nichts gemeinsam. 

Das Werk ist sehr sparsam instrumentiert, verzichtet auf einen Chor und konzentriert sich auf fünf Hauptpersonen, von denen vier von Frauenstimmen getragen werden. Das äußerst reizvolle Werk, offenbar ein Geburtstagsgeschenk für den portugiesischen König, wirkt am besten, wenn es in kleinem Rahmen geboten wird.

***
musirony 2006  - Engelbert Hellen

 

 

 

 

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