musirony - Medea (Luciuk)
 

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Zauber des Balletts




Juliusz Luciuk [geb. 1927]

Medea



Ballett in einem Akt und zwölf Szenen

Libretto vom Komponisten
nach Euripides und weiteren antiken Quellen

Uraufführung 1975 in Posznan

Personen:

Hecate - Medea – Jason – Glauce
und weitere



Struktur in 12 Szenen

01.  Medea wird von Hecate geboren

02.  Jasons Kampf um das goldene Vlies

03.  Jasons und Medeas Liebes-Dialog

04.  Jasons und Medeas Flucht - Der Tod des Bruders

05.  Jasons Heilung

06.  Die Peliaden - Zwei böse Schwestern - Vertreibung

07.  Medea mit ihren Kindern

08.  Jason und Glauce

09.  Medea und Jason

10.  Medeas Rache an Glauce

11.  Medeas Rache an Jason - Mord an den Kindern

12.  Medeas Rückkehr zu Hecate


 

INHALTSANGABE

Medeas Mutter, die Tochter eines Titanen, ist als Dreifaltigkeit figürlich ein bisschen verbaut; auf einigen Abbildungen verfügt sie sogar über drei Köpfe. Das eigentümliche Wesen aus grauer Vorzeit besitzt drei Schlüssel, je einen für den Himmel, für den Hades und für ein glückliches Leben auf Erden. Noch in heutiger Zeit betrachten Hexen, oder solche die sich einbilden, eine zu sein, sie als ihre Schutzpatronin. 

Über die Kindheit Medeas weiß der Librettist nichts zu berichten. Später hat die Heranwachsende als Priesterin den Tempelschatz von Kolchis zu bewachen, dessen Attraktion ein goldenes Widderfell ist. 

Jason taucht mit seinen Strolchen und seinem Schiff Argo auf, um die erwähnte Trophäe zu rauben. Die Ausführung des Diebstahls ist leichter, als er dachte, denn Prinzessin Medea hat sich in ihn verliebt. Nach einem ausgiebigen Liebestanz händigt sie dem Tempelschänder das kostbare Widderfell aus, um anschließend gemeinsam mit ihm und ihrem kleinen Bruder die Heimat per Schiff zu verlassen. Der Frevel wird entdeckt und den Räubern unverzüglich nachgesetzt. Damit die Argo zeitlichen Vorsprung erreicht, zerstückelt Medea ihren kleinen Bruder und wirft in Abständen die Gebeine ins Wasser, damit die Verfolger beschäftigt sind, um Fleisch und Knochen für eine würdige Beerdigung wieder einzusammeln.

Zunächst finden die Verfolgten Unterschlupf in der alten Heimat Jasons. Dort erlauben sich die beiden Liebenden einen üblen Scherz. Unter dem Vorwand einer Verjüngungskur werden die beiden Schwestern Jasons angestiftet, den tückischen alten Vater in einem Wasserkessel zu kochen. Fluchtartiges Verlassen der Region ist die Folge der ruchlosen Tat.

Euripides nimmt den Handlungsfaden auf und erzählt nun, dass die Reise nach Korinth fortgesetzt wurde. Medea gebiert Jason zwei Kinder, kann ihren Status als Gattin aber nicht halten. Der Herr Gemahl wird abtrünnig und will sich aus politischem Kalkül mit der Tochter König Kreons vermählen. Das sich anbahnende Seelendrama wird in Cherubinis Oper im Detail nacherzähltt und dürfte dem Ballettbesucher bekannt sein. In drei Tanzsätzen wird nun vorgeführt, wie Medea mit den Kindern friedlich spielt, wie Jason um Glauce buhlt und wie Medea verzweifelt versucht, ihn für die Familie zurückzugewinnen.

Ihre Bemühungen sind vergeblich und vom Zorn übermannt, nimmt die Gedemütigte furchtbare Rache. Die Rivalin wird mit einem Kleidungsstück, welches als Hochzeitsgeschenk getarnt ist, noch vor der Zeremonie vergiftet. Anschließend tötet Medea ihre beiden Kinder, um den untreuen Jason in der Seele zu treffen.

Bei Juliusz Lucius wird Medea nach vollbrachter Schandtat nicht von den Schicksalsgöttinnen verfolgt, sondern sucht Zuflucht bei ihrer diabolischen Mutter.

Anmerkung:

Ein exotisch wirkendes Instrumentalensemble vermittelt ein modernes hochsensibles Klangbild, dem in einigen Tanzsätzen auch drei vokalisierende Sopranstimmen unaufdringlich beigemengt sind. Juliusz Lucius verzichtet auf spektakuläres Auftrumpfen der unterschiedlichen Musikinstrumente und versucht, durch einen wohldurchdachten eigenwilligen Mix den literarischen Handlungsablauf im Gemüt des Zuschauers zu illustrieren.

***
musirony 2009 Engelbert Hellen

 

 

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