musirony - Madame Pompadour
 

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Operettenzauber



Leo Fall [1873-1925]

Madame Pompadour


Operette in drei Akten

deutsch gesungen

komponiert 1822

Libretto von Rudolf Schanzer und Ernst Welisch

Uraufführung am 9.9.1922 am Berliner Theater
und am 2.3.1923 in Wien

Charaktere:    

Die Marquise von Pompadour, Mätresse Ludwig XV. (Sopran)
Der König
(Tenorbuffo)
René, Graf Dubois (Tenor)
Joseph Calicot, Dichter von Spottliedern (Bassbuffo)
Madeleine, Renes Frau (Sopran)
Belotte, Kammerfrau der Marquise (Sopran)
Maurepas,
Polizeiminister (Tenorbuffo)
und weitere     

Ort und Zeit: Paris zur Zeit Ludwig XV.



HANDLUNG

Erster Akt:

Die Geliebte des Königs ist nicht nur aufreizend schön, sondern konsequenterweise auch zügellos. Der Dichter Calicot sieht das zumindest so und komponiert Spottlieder auf die Hochgestellte am Hofe von Versailles. "Die Pom..., die Pom..., die Pom... ist eine schöne Ha-Ha-Ha" Das Volk von Paris ist natürlich allzu gern bereit, den Versen des frechen Poeten zu glauben und man trifft sich im „Musenstall“, um seiner Gehässigkeit ungestört freien Lauf zu lassen. Allabendlich zur Karnevalszeit trifft der Verfasser Joseph Calicot hier auch seinen Freund, den Grafen René Dubois, dem es auf seinem Schloss zu langweilig ist, denn in Gegenwart seiner Frau Gemahlin kann er nicht so richtig lustig sein. Zur Faschingszeit gebärdet man sich besonders ausgelassen und die Schmählieder klingen so laut, bis sie an die Ohren von Madame Pompadour dringen.

Durchlaucht sieht nicht ein, sich Unverschämtheiten gefallen zu lassen, verkleidet sich und begibt sich mit ihrer Kammerzofe Belotte unerkannt zum ‚Musenstall’. Sie ahnt noch gar nicht, dass der Polizeiminister Maurepas ihr Todfeind ist, denn dieser hat den ‚Musenstall’ schon seit langem ins Visier genommen. Er möchte die Pompadour ins Verderben schicken und warten darauf, sie bei einem galanten Abenteuer zu erwischen, damit er die Schandtat dem König melden kann. Fast gelingt es, denn die beiden Damen haben an dem Dichter und dem Grafen Gefallen gefunden, suchen die Gesellschaft der beiden Spaßvögel und geben sich ungezwungen. Die Pompadour ist nicht auf ihre Hochfrisur gefallen und fordert den höchsten Ordnungshüter auf, den Dichter und den Grafen zu verhaften, da beide Aufrührer seien. Die Verblüfften sind allerdings über die seltsame Strafe, die sie ereilen soll, überrascht. Der Verseschmied bekommt den Auftrag, für den Hof ein Festspiel zu schreiben und der Graf wird zur Leibwache der Marquise beordert.

Zweiter Akt:

Während dem Poeten zum Entwurf eines Festspieles für das königliche Theater überhaupt nichts einfällt, ist Graf René keineswegs begriffsstutzig und stellt sich bereits vor, wie er seine Aufgabe als Nachtwächter bei der Marquise mit Hingabe erfüllen wird.

Doch dann spricht seine Frau Madeleine bei der Marquise vor, die ihr zusagt, den spurlos verschwundenen Gatten ausfindig zu machen. Maurepas ist ebenfalls auf der Suche nach dem Buhlen von Madame und hält irrtümlich den Hofpoeten für den Strolch. Allzu gern möchte der Intrigant dem König Gelegenheit bieten, sich selbst von der Untreue seiner Maitresse zu überzeugen und setzt den Furchtsamen unter Druck. Der Verfolgte bittet die Marquise doch um Himmelswillen, ihn mit amourösen Gelüsten zu verschonen. Diese freut sich, den Sittenwächter Maurepas auf der falschen Spur zu wissen und treibt ihren Mutwillen auf die Spitze: "‚Ach Joseph, ach Joseph! Was bist du so keusch? Das Küssen macht so gut wie kein Geräusch .....!"  Vom biblischen Joseph wissen wir, dass er sich den Begierden der Frau des Potiphar durch die Flucht entziehen wollte. Als sie versuchte, nach ihm zu greifen, ließ er seinen Bademantel in ihren Händen zurück. Die Pompadour - weitaus gewitzter - hatte zuvor die Tür ihres Boudoirs verschlossen und Calicot bleibt in seiner Todesangst vor der Unersättlichkeit seiner Verfolgerin nur der Sprung an den Kronleuchter. Die Lampe gerät ins Schwingen und die unzüchtige Marquise versucht beim Rückpendeln dem Ängstlichen die Hose herunterzuziehen. Das Geklimper der böhmischen Glaskügelchen im Lüster bleibt im Schloss nicht ungehört und der Polizeipräsident verschärft seine Spionage.

Madeleine hat der Marquise ein Medaillon mit dem Bildnis ihres Gatten gezeigt - es ist René. Ihre Halbschwester will sie nicht in ein seelisches Unglück stürzen und edle Regungen bemächtigen sich Ihrer Seele. Doch zu spät, der König, unverhofft von der Jagd zurückgekehrt, tritt ins Schlafzimmer und findet René vor. Sofort lässt Majestät den vermuteten Rivalen festnehmen und einsperren. Die Marquise befindet sich im Erklärungsnotstand und tritt die Flucht nach vor an. Sie droht dem König, ihm bei den Regierungsgeschäften nicht mehr zu helfen und lässt eine Truhe mit Akten aus dem Zimmer tragen. Doch Calicot, der den König kommen hörte, hat sich darin versteckt und ist froh, aus dem Spannungsfeld getragen zu werden.

Dritter Akt:


In seinem Arbeitszimmer findet Majestät die Truhe nun vor und befreit den Eingesperrten aus seinem unbequemen Versteck. Der Unglücksrabe hatte sich bisher nicht getraut, dem Korb zu entweichen. Sollte Maurepas doch recht haben, dass der Poet der geheime Geliebte von Madame ist? Die Hofgesellschaft kann es sich nicht vorstellen! Auch René wird Gelegenheit geboten, sich als naher Verwandter der Marquise vorzustellen. Der König darf aus einem Versteck einem Dialog belauschen, der natürlich konstruiert ist, und Madams Unschuld beweisen soll. Madeleine, die sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und lediglich langweilig ist, bekommt ihren René zurück. Belotte bekennt sich zu ihrem Poeten, dem die königliche Kanzlei aus Versehen ein königliches Honorar für nicht abgeleistete Dichtkunst aushändigt.

Madame Pompadour kann - einstweilen beruhigt - ihrem nächsten Liebesabenteuer entgegensehen. "Heut' könnt einer sein Glück bei ihr habe!"

Anmerkungen:

Seine letzte Operette wurde auch sein größter Erfolg. Leo Fall hatte das Glück in Berlin in Fritzi Massary die ideale Darstellerin der Pompadour für die Uraufführung zu finden. Schmissige Melodien, französische Eleganz und erotisches Feingefühl verschmelzen zu einer Einheit, die beim Publikum auf Wohlgefallen stieß und ins Berlin der zwanziger Jahre nahtlos passte. Berlin war eine Hochburg der Operette, in der viele Komponisten ihr Glück machten und Uraufführungen platzierten.

***
musirony 2006 - Engelbert Hellen

                                                                      

                                   
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