musirony - Gustaf Adolf och Ebba Brahe
 

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Schöne Oper - kaum gehört



Georg Joseph Vogler [1749-1814]

Gustaf Adolf och Ebba Brahe

Gustaf Adolf und Ebba Brahe


Lyrisches Drama in drei Akten

schwedisch gesungen

entstanden 1786

Libretto von Johan Henrik Kellgren

Uraufführung am 24. Januar 1788 in Stockholm

Dauer etwa 2 Stunden 

Dokumentation:
LABEL MRF – 156, 1979
Einspielung: Königliche Oper Stockholm 1973
Dirigent: Charles Farncombe
Solisten: Laila Andersson - Margareta Hallin – Jonny Blanc - Hans
Johansson u.a. 


  Kalmar

Charaktere:
Ebba Brahe, Hofdame der Königin 
Gustaf Adolf, König von Schweden
Jacob de la Gardie, Admiral des Königs
Königinmutter Christina
Märta Baner, Ebbas Freundin
Lars Sparre, Waffengefährte des Königs 
Cathrina, vormals Ebbas Amme
Johan, ein Fährmann auf Öland
Sigrid, ein Mädchen von Öland
Eric, ein Bursche von Öland
Sven, Sohn Johans
Maria, seine Verlobte
und weitere

Die Handlung spielt in Schweden im 17. Jahrhundert 



HANDLUNG


Erster Akt:

Die Königinmutter und der ganze Hof auf Schloss Kalmar wartet auf die Rückkehr des jungen Königs Gustaf Adolf. Mit einem Teil seiner Streitkräfte ist er damit beschäftigt, die lästige Besatzung des Dänenkönigs Christian von der gegenüberliegenden Insel Öland zu vertreiben.

Mütterlicher Eifersucht wird nicht offen zugegeben. Sie ist aber das Motiv, weshalb Königin Christine strengen Unmut gegen Gustaf Adolfs Liebe zur schönen Hofdame Ebba Brahe artikuliert. In der Tat sind Gustaf und Ebba seit Kindertagen in inniger Zuneigung miteinander verbunden und die plötzliche Anfeindung ihrer voraussichtlichen Schwiegermutter trifft Ebba unvorbereitet. Die Herrschsüchtige hat entschieden, das Paar mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu trennen, denn sie beabsichtigt, Ebba mit dem Admiral Jacob de la Gardie zu vermählen, um ihren Einfluss auf den Sohn keiner Gefährdung auszusetzen. Obwohl die anderen Hofdamen insgeheim auch alle ein Auge auf den schmucken Admiral geworfen haben, wagen sie nicht, den teuflischen Plänen der königlichen Mutter zu widersprechen. 

Christina hat befohlen, die Vorbereitungen zur Hochzeit zu treffen und erwartet, dass Gustaf Adolf den Wünschen seiner Mutter keinen Widerspruch entgegensetzt. Ebba kommt sich unendlich verlassen vor, denn sie hat von ihrem Jugendfreund noch keine Botschaft erhalten, wann er voraussichtlich zurück sein wird. Märta Baner, ihre Freundin, versucht die Entmutigte aufzuheitern. Von ihr erfährt sie, dass die Königin das Gemunkel verbreitet hat, dass Ebba dem Admiral Jacob de la Gardie die Hand zum Ehebund reichen wird.

Eric, ein junger Bauer von der gegenüberliegenden Insel Öland, erscheint mit seiner Braut Sigrid zu Besuch. Einen Brautkranz haben sie dabei und Blumen von Erics Mutter, Emmas vormaliger Amme. Die beiden gratulieren der Überraschten zu ihrer bevorstehenden Hochzeit und überreichen ihr kurz bevor sie wieder aufbrechen noch einen Brief von Märtas Mann Lars Sparre, dem Waffengefährten des Königs. Dieser verweist auf die nahe Zukunft und erzählt von des Königs Vorstellung nach einem dauerhaften Frieden nach dem Krieg. Eine doppelte Hochzeit solle stattfinden, in eine davon sei die Schwester des dänischen Königs eingeschlossen, lautet das Orakel des Unachtsamen.

Empört springt Emma auf, denn ohne gründlich nachzudenken  kommt sie zu der falschen Schlussfolgerung, dass es Gustaf Adolf ist, der die Dänenprinzessin heiraten wird. Ohne andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, gelangt sie zu der Überzeugung, dass der König sie nicht länger liebt und sie verlassen wird. Die Königinmutter nutzt Emmas Gemütszustand aus und hetzt sie gegen den Geliebten auf. Sie habe auch einen Brief ähnlichen Inhalts von ihrem Sohn erhalten. Die Ränkesüchtige drängt Ebba dem Verrat ihrer Liebe zuvorzukommen und von sich aus einen Schlussstrich unter die Beziehung zu setzen. Alleingelassen mit den Hofdamen entschließt die Verzweifelte sich, dem Vorschlag der Königin zu folgen.

SZENENWECHSEL

Im Hafen von Kalmar ertönen Salutschüsse. Die Flotte De la Gardies ist eingetroffen und das Volk huldigt seinem siegreichen Kommandanten, der es mit den Russen im Kampf aufgenommen hatte. Der Held des Vaterlands steigt an Land und Ebba reicht dem Heimkehrer die Hand zum Willkommensgruß. Ach Sverige, den lön du en hjelte förarar ... Ah, Schweden, welcen Preis verleihst du einem Helden ..." Das Hofprotokoll hat ihn wissen lassen, dass Emma Brahes Ehebund mit ihm die Belohnung für seine Verdienste sei. Der Admiral akzeptiert das Komplott der Königinmutter ohne sich einer Schuld bewusst zu sein und genießt die Gunst einer wunderschönen Frau, die ihn heiraten wird. Allgemeiner Jubel verschönert den Tag aller Schweden.

Zweiter Akt:

Der Schauplatz des Geschehens hat sich vom höfischen Intrigenspiel in Kalmar auf die langgestreckte gegenüberliegende Insel Öland verlagert, die zum Kriegsschauplatz geworden ist. Ängstlich wartet der Fährmann Johan, welcher einen notdürftigen Pendelverkehr zum Festland aufrecht hält, auf Neuigkeiten vom Schlachtenverlauf. König Gustaf Adolf versucht, die räuberischen Dänen zurückzuschlagen. Über das Schicksal ihres geliebten Sven ist Maria besorgt, denn als einfacher Soldat nimmt er am Kampfgeschehen teil. Unter Hinweis auf Liebe und Hochzeit versucht Johan seine zukünftige Schwiegertochter vergeblich aufzuheitern.

Cathrina tut sich schwer, ihren Verwandten die bevorstehende Hochzeit Emmas mit dem Admiral plausibel  zu machen. Als Ebbas Amme sah sie die aufstrebende Liebe zwischen dem Mädchen und dem jungen Gustaf Adolf, und nun wartet ein anderer Ehemann auf Ebba.

Ein Offizier der Armee kommt per Boot von Kalmar, verlangt ein Pferd, weil er dem König eine wichtige Mitteilung zu machen habe. Den Brief des Königs an Ebba hat die Königinmutter abgefangen und er argwöhnt, dass das Schriftstück nicht weitergeleitet wurde. Die hektische Regsamkeit bei Hofe, als ob man ein ungewöhnliches Ereignisses erwarte, hat ihn misstrauisch gemacht und er hält es für seine Pflicht, den König auf dem Schlachtfeld aufzuspüren, damit dieser eine Entscheidung treffen kann. Sigrid und Eric sind ebenfalls aus Kalmar zurück und berichten von Umtrieben, die gegen den König gerichtet seien.

Nach beendeter Schlacht hat der König endlich die Möglichkeit, sich dem Opernpublikum als glühend Liebender vorzustellen. „O di, hvars kärlek detta bröst … - O, du, welche liebe meine Brust …“ Lars Sparre ist bei ihm und Gustaf Adolf erzählt ihm von dem Konflikten seines Herzens, die Ebba in seinem Innern auslöste. Seine Liebe zu Ebba ist ungebrochen, und es drängt ihn, nun an den Hof zurückzukehren, um sein Mädchen in die Arme zu schließen.

Eric ist mit seinem kleinen Boot in die Bucht hinausgerudert, um aus der Nähe zu betrachten, wie die Dänen Fersengeld geben. Johan versucht dem König nehutsam zu erklären, was ihn bei seiner Rückkehr erwarten könnte, ohne dass der Angesprochene den Sinn seiner Aussage begreift. Sven ist unversehrt aus der Schlacht zurück, konnte sogar Lorbeeren ernten, denn er hat den König das Leben gerettet und auch vor einer Gefangennahme durch die Dänen bewahrt. Das Landvolk von Öland jubelt und der König lädt alle zu seiner Hochzeit auf Schloss Kalmar ein. 

Dritter Akt:

Ebba ist nun verheiratet mit Jacob de la Gardie und lamentiert über  die Fügung des Schicksals. „Jag segrat har… o Gud, hvad seger! … Himlars Gud… - Ich habe gesiegt... aber, o Gott, was für ein Sieg … Himmlischer Gott …“ Märta tritt ein und überbringt endlich den Brief, dessen Aushändigung an Ebba dem Boten seinerzeit untersagt worden war. Ebba liest ihn und realisiert plötzlich, dass des Königs Gefühle für sie Bestand hatten und unverändert geblieben sind. In Erkenntnis ihrer voreiligen Entscheidung übermannt sie der Schmerz, doch einer Stellungnahme entzieht sich die Königinmutter durch Ignoranz.

Als Gewinner des Scharmützels auf Öland wird Gustaf Adolf von den Einwohnern Kalmars bejubelt. In Erwiderung der Aufmerksamkeit für ihn gratuliert er seinem Admiral zum Sieg im Gefecht gegen Russland und Polen. Schwedens König will ihm jeden Wunsch erfüllen, den der Glückliche an ihn richtet. De la Gardie ist beeindruckt von dessen Großzügigkeit und versichert, dass er mit Ebba Brahes Hand schon die Welt besitze. Erschrocken hört Gustaf Adolf des Freundes Worte und begreift nun endlich, was seine Umgebung vergeblich versuchte, ihm zu signalisieren.

Ebba bittet ihn flehentlich auf Vergeltung und Rache zu verzichten und das Walten des Schicksals als unumgängliche Tatsache zu akzeptieren. Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht lösen. Die Gefühle der Liebe für sie soll er begraben. Fakt ist, dass die Gerissenheit der Königinmutter ihr Leid verursacht hat. Beide sind betrogen worden und das Geschehen kann nicht rückgängig gemacht werden. Dumm gelaufen, lieber Gustaf! Seine zukünftige Aufgabe soll er darin sehen, seine Kräfte zu bündeln und zur Freude der Bauern dem Land zur Verfügung stellen. Hört er nicht, wie sie ihm zujubeln?

Anmerkung:

Die Ehe zwischen Ebba Brahe und Jacob de la Gardie verlief glücklich und effektiv, denn Ebba schenkte 14 Kindern das Leben. Nach dem Tod des Gatten raffte die Witwe mit viel Geschick und Rücksichtslosigkeit ein beachtliches Vermögen an Immobilien. zusammen. Auf einzelnen Grundstücken wurde Eisenerz gefunden, welches die Geschäftstüchtige fördern und vermarkten ließ. Sie galt zu ihrer Zeit als eine der schönsten und reichsten Frauen von Schweden.

Abbé Georg Joseph Vogler war ein Multitalent. Er betätigte sich als Komponist, Instrumentalist, Orgelbauer und als Pädagoge und gehörte dem geistlichen Stand an. In einem Zeitraum von 30 Jahren komponierte er eine Reihe Opern, die dem Rokoko verpflichtet und stilistisch zwischen Gluck und Mozart anzusiedeln sind.

***
musirony 2011 – Engelbert Hellen

 

 

 
 
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